• USD/CHF zieht am Donnerstag den vierten Tag in Folge Käufer an, da der US-Dollar insgesamt fester tendiert.
  • Inflationsrisiken angesichts volatiler Ölpreise halten Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed auf dem Tisch und stützen den Greenback.
  • Händler blicken nun auf den US-EPI und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, um kurzfristige Chancen zu nutzen.

Das Paar USD/CHF setzt den wöchentlichen Aufwärtstrend am vierten Handelstag in Folge fort und steigt im asiatischen Handel am Donnerstag angesichts eines festeren US-Dollars (USD) auf ein Zwei-Wochen-Hoch bei rund 0,8045. Zudem spricht das fundamentale Umfeld für die Bullen und untermauert die Aussicht auf weitere Kursgewinne beim Kassakurs.

Die erste Marktreaktion auf den am Mittwoch veröffentlichten US-Verbraucherpreisindex (VPI), der den Erwartungen entsprach, verflüchtigt sich recht schnell angesichts von Sorgen über Inflationsrisiken, die von volatilen Ölpreisen und der Pattsituation zwischen den USA und dem Iran ausgehen. Präsident Donald Trump behauptete erneut, die USA hätten die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus, während der Iran angekündigt hat, die wichtige Wasserstraße geschlossen zu halten, bis alle seine Forderungen erfüllt sind. Zudem haben die vom Iran unterstützten Huthi im Jemen ihre Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und in der Straße von Bab al-Mandab eskaliert, was die Kriegsrisikoprämien erhöht und die Rohölpreise weiterhin stützt.

Analysten bei HSBC heben hervor, dass "Unsicherheiten über den Weg zu einer Lösung des Nahostkonflikts den Ölpreis in den vergangenen Wochen volatil bewegt haben – zunächst wieder auf 100 USD/b, dann wieder unter 80 USD/b – wobei der Unterschied erhebliche Auswirkungen auf den globalen Wirtschaftsausblick hatte." Vor diesem Hintergrund warnt die Bank, dass "die Risiken für die Gesamtinflation daher weiterhin akut sind: Über Öl und Gas hinaus bleiben auch andere Rohstoffpreise erhöht," was die anhaltenden Preisdrucke unterstreicht, selbst wenn die Energiemärkte stark schwanken.

Anleger scheinen überzeugt, dass höhere Energiepreise den Inflationsdruck neu entfachen und die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) dazu zwingen werden, an ihrer hawkischen Haltung festzuhalten. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von fast 80% ein, dass die US-Notenbank die Kreditkosten bis zum Jahresende mindestens einmal anheben wird. Dies hilft dem sicheren Hafen USD zusammen mit anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, auf die gute Erholung vom Tagestief nach dem VPI-Bericht vom Vortag aufzubauen und auf ein Ein-Wochen-Hoch zu steigen, was wiederum als Rückenwind für das Paar USD/CHF gesehen wird.

Die Marktteilnehmer blicken nun auf die US-Konjunkturdaten mit der Veröffentlichung des Erzeugerpreisindex (EPI) und den üblichen wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung. Dies würde zusammen mit Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder die USD-Nachfrage antreiben und später im nordamerikanischen Handel für Impulse sorgen. Abgesehen davon sollten die eingehenden geopolitischen Schlagzeilen kurzfristige Handelsmöglichkeiten rund um das Paar USD/CHF bieten. Dennoch deuten die vorgenannten unterstützenden Faktoren darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für den Kassakurs weiterhin nach oben führt.

Schweizer Franken - WTD

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Schweizer Franken (CHF) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen diese woche. Schweizer Franken war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.28% -0.01% 1.08% 0.00% 0.25% 1.14% 0.81%
EUR -0.28% -0.29% 0.77% -0.37% -0.11% 0.75% 0.43%
GBP 0.00% 0.29% 1.03% -0.10% 0.22% 1.05% 0.71%
JPY -1.08% -0.77% -1.03% -0.78% -0.49% 0.22% -0.06%
CAD -0.00% 0.37% 0.10% 0.78% 0.30% 1.01% 0.87%
AUD -0.25% 0.11% -0.22% 0.49% -0.30% 0.85% 0.52%
NZD -1.14% -0.75% -1.05% -0.22% -1.01% -0.85% -0.34%
CHF -0.81% -0.43% -0.71% 0.06% -0.87% -0.52% 0.34%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Schweizer Franken aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als CHF (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

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