Da China in eine neue Phase der wirtschaftlichen Entwicklung eintritt, dürften die Rohstoffmärkte eine erhebliche Verschiebung der Verbrauchsmuster und Handelsströme erfahren, denn das Land macht sich auf den Weg zu einem Netto-Null-Emissionsniveau bis 2050. Die damit einhergehenden politischen Maßnahmen werden weitere Auswirkungen auf den Rohstoffkomplex haben, wie die Strategen der ANZ Bank berichten.
Wichtige Zitate
"China bemüht sich aktiv darum, den Kohleverbrauch einzuschränken, was bereits zu einem Boom bei den LNG-Importen führt. China steigert auch seine Bemühungen, die Auswirkungen der Schwerindustrie auf die Umwelt zu begrenzen. Stahl und Aluminium sind zwei der Sektoren, die mit den jüngsten Produktionsbeschränkungen ins Visier genommen wurden. Peking ist jedoch auch bestrebt, die Exporte zu begrenzen, um die Emissionen zu reduzieren. Auch die Verwendung von Schrott in der Produktion, ein energieeffizienterer Prozess, soll gefördert werden."
"Die Auswirkungen auf den Rohstoffmarkt werden wahrscheinlich nicht einheitlich sein. Die globalen Stahl- und Aluminiummärkte (ohne China) könnten sich anspannen und die Preise nach oben treiben. Allerdings könnte der zunehmende Einsatz von Schrott bestimmte Rohstoffe belasten. Die steigenden Kosten der Energiewende könnten auch die Inflationssorgen weiter anheizen und die Angst vor einer Verschärfung der monetären Bedingungen verstärken."
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