Die Rede von Präsident Mario Draghi, dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), wird voraussichtlich im Fokus stehen, da der Wirtschaftskalender nichts zu bieten hat. Draghi wird die Eröffnungsansprache auf der EZB Watchers Konferenz in Frankfurt halten. Seine Rede ist für 9 Uhr geplant und wird voraussichtlich 40 Minuten dauern.
Es werden keine Überraschungen erwartet, da Draghi von der EZB wahrscheinlich die vor drei Wochen übermittelte dovish Botschaft wiederholen wird. "Draghi hatte einen dovish Ton im Hinblick auf die Wirtschaft der Eurozone angeschlagen, während er die Zinserhöhungspläne in das Jahr 2020 hinausschob und könnte diese Botschaft heute wiederholen, da es in den letzten Wochen keine deutliche Verbesserung der Wirtschaft gegeben hat", bemerkte Omkar Godbole, Analyst bei FXStreet.
Auf der geldpolitischen Sitzung am 7. März verwies Draghi auf die folgenden Eckpunkte zur Entwicklung der wirtschaftlichen Aussichten.
- "Die Anzeichen von inländischen Faktoren, die das Wachstum dämpfen, beginnen zu verblassen.
- Die Schwäche der Wirtschaftsdaten deutet auf eine deutliche Abschwächung des Expansionstempos hin.
- Geopolitische Faktoren und Protektionismus belasten die Stimmung.
- Verweist auf Schwachstellen in Schwellenländern.
- Die zugrunde liegende Inflation ist gedämpft."
Wie könnte sich das auf den EUR/USD auswirken?
Laut Haresh Menghani, Analyst bei FXStreet, "wird die Schwäche unter der Mitte der 1.1200 den negativen Ausblick bestätigen und den Rückgang in Richtung der Region 1.1200-1.1190 beschleunigen - was dem 61,8% Fibo. des größeren Aufschwungs von 1.0341/1.2556 entspricht. Auf der anderen Seite scheint jede sinnvolle versuchte Erholung nun mit einem frischen Angebot in der Nähe der 1.1300 konfrontiert zu werden, gefolgt von der 1.1325-30 Zone, über der mit einer Schließung von Shorts an Anstieg in Richtung des sechs Monate alten, sinkenden Trendlinienwiderstands in die Nähe der 1.1400 möglich wäre."
Über die Draghi's Rede
Im Rahmen seiner Tätigkeit im EZB-Rat gibt er Pressekonferenzen, um darüber zu informieren, wie die EZB die aktuelle europäische Wirtschaft beobachtet. Die Kommentare des Präsidenten können kurzfristig den positiven oder negativen Trend des Euro bestimmen. Normalerweise, wenn er einen hawkish Ausblick zeigt, wird das als positiv (oder bullisch) für den EUR angesehen, während eine dovish Haltung als negativ (oder bearish) angesehen wird.
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