Britisches Pfund konsolidiert sich um die Mitte der 1,3300er gegen USD; Aufwärtspotenzial scheint begrenzt

Das Paar GBP/USD hat Schwierigkeiten, den leichten Anstieg des Vortages aus dem Bereich um 1,3300, einem über drei Wochen tiefen Stand, zu nutzen, und schwankt während der asiatischen Sitzung am Dienstag zwischen verhaltenen Gewinnen und kleinen Verlusten. Die Spotpreise notieren derzeit um die Mitte der 1,3300er bei einem schwächeren US-Dollar (USD), wobei das fundamentale Umfeld vor einer Positionierung auf eine nennenswerte Aufwertung zur Vorsicht mahnt.

Die iranische Armee kündigte am Montag an, dass ihr Angriff auf Israel beendet sei, warnte jedoch, dass weitere Angriffe auf den Libanon eine Vergeltung nach sich ziehen würden. Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu bestätigte die Einstellung der Kämpfe mit dem Iran, gelobte jedoch, auf zukünftige Angriffe mit Gewalt zu reagieren. Dies zieht den sicheren Hafen USD weiter von seinem am Vortag erreichten höchsten Stand seit Ende März weg und bietet dem Paar GBP/USD etwas Unterstützung. Mehr lesen...

Das britische Pfund Sterling hat den besten Zinssatz in der G7 und das Chartbild eines Nachzügler

Das Pfund Sterling gilt als die Währung mit der höchsten Rendite in der G7, und diese Logik galt für den Großteil dieses Jahres. Umso bemerkenswerter ist es, dass GBP/USD am Freitag und Montag unter seinem 200-Tage-Durchschnitt schloss, einem Niveau, unter dem es seit Wochen nicht mehr geschlossen hatte, obwohl der Leitzins der Bank of England (BoE) bei 3,75% liegt und damit der steilste unter den entwickelten Ländern ist. Das Problem des Pfunds liegt nicht bei seiner eigenen Zentralbank, sondern darin, dass die USA schneller in die andere Richtung umpreisen und die britische Wirtschaft zunehmend so aussieht, als könne sie sich die Zinsen, die sie halten muss, nicht leisten.

Der US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls, NFP) vom Freitag richtete den Schaden an: 172.000 neue Stellen gegenüber einem Konsens von etwa 85.000, deutliche Aufwärtsrevisionen und ein Markt, der laut CME FedWatch Tool nun etwa 72% Wahrscheinlichkeit für höhere US-Zinsen bis Dezember einpreist – ein klares Signal für mindestens eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) statt einer Senkung. Diese Neubewertung stärkte den Dollar breit und drückte Cable unter seinen 200-Perioden-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei etwa 1,3400, ein klarer technischer Bruch, der den mittelfristigen Ton umkehrt. Ein Zinsvorteil unterstützt eine Währung nur, wenn die andere Seite stillsteht. Da die Fed eine hawkische Haltung einnimmt, schrumpft der Carry-Vorteil des Sterling von beiden Seiten. Mehr lesen...

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