- NZD/USD gibt im frühen asiatischen Handel am Freitag auf etwa 0,5960 nach.
- RBNZs Breman sagte, der Weg sei holprig, aber die Inflation wird im ersten Quartal wieder im Zielbereich gesehen.
- Händler bereiten sich auf wichtige US-Wirtschaftsdaten später am Freitag vor, um weitere Hinweise zum Zinsweg zu erhalten.
Das NZD/USD-Paar zieht während der asiatischen Handelsstunden am Freitag einige Verkäufer auf etwa 0,5960 an. Der Neuseeländische Dollar (NZD) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) nach einer dovischen Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) ab. Händler bereiten sich auf die wichtigen US-Wirtschaftsdaten später am Freitag vor, um frischen Schwung zu erhalten.
Die neuseeländische Zentralbank entschied sich, den Official Cash Rate (OCR) bei ihrer Sitzung im Februar unverändert zu lassen. Dies war die erste Zinsentscheidung unter der neuen Gouverneurin Anna Breman. Sie verschob die Erwartungen für die nächste mögliche Zinserhöhung auf Ende 2026 oder Anfang 2027.
Breman sagte am Donnerstag, dass der Weg zur Inflation von 2% holprig gewesen sei, aber die Zentralbank erwartet, dass die Inflation bereits im ersten Quartal dieses Jahres wieder im Zielbereich liegt. Eine dovische Haltung der RBNZ könnte kurzfristig auf den Kiwi gegenüber dem USD drücken.
Auf der USD-Seite bieten hawkische Protokolle der Federal Reserve (Fed) und stärker als erwartete Wirtschaftsdaten etwas Unterstützung für den Greenback. Die am Donnerstag vom US-Arbeitsministerium (DOL) veröffentlichten Daten zeigten, dass die Zahl der US-Bürger, die neue Anträge auf Arbeitslosenversicherung stellten, in der Woche bis zum 14. Februar auf 206K gesunken ist. Diese Zahl lag unter dem Marktkonsens von 225K und unter dem revidierten Wert von 229K der Vorwoche.
Die vorläufige Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das vierte Quartal (Q4) und die Daten zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) werden später am Freitag im Rampenlicht stehen. Sollten die Berichte schlechter als erwartet ausfallen, könnte dies den USD untergraben und den Abwärtstrend des Paares begrenzen.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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Das sollten Sie am Freitag, den 20. Februar, im Blick behalten:
Die Zahl der US-Bürger, die neue Anträge auf Arbeitslosenversicherung einreichten, sank auf 206K, was deutlich unter den ursprünglichen Schätzungen von 225K liegt und im Vergleich zur revidierten Zahl von 229K in der Vorwoche, so das US-Arbeitsministerium.