• Neuseeländischer Dollar steigt leicht an, da das ANZ-Geschäftsklima ein Viermonatshoch erreicht.
  • NZD/USD-Erholung stößt nahe 0,5700 auf Widerstand, da der breitere Abwärtstrend intakt bleibt.
  • RSI erholt sich aus dem überverkauften Bereich, während der MACD auf nachlassendes bärisches Momentum hinweist.

Der Neuseeländische Dollar (NZD) steigt am Dienstag gegenüber dem US-Dollar (USD) leicht an, gestützt durch positive Geschäftsklima-Daten aus Neuseeland und einen moderaten Pullback beim Greenback. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert NZD/USD bei rund 0,5677 und liegt damit 0,5 % im Tagesvergleich im Plus.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei etwa 101,23 nach einem Intraday-Hoch von 101,43 und steuert auf den zweiten monatlichen Gewinn in Folge zu.

Das ANZ-Geschäftsklima stieg im Juni auf 36,6 von 10,0 im Vormonat und erreichte damit den höchsten Wert seit Februar.

Trotz des Intraday-Anstiegs steht NZD/USD kurz davor, den Monat mit einem Verlust von rund 5,20 % zu beenden. Die Abwärtsbewegung erfolgte, da der US-Dollar breit gestärkt wurde, angesichts steigender Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen später in diesem Jahr anheben könnte.

Unterdessen hält das Ausbleiben von Fortschritten bei einem endgültigen US-Iran-Abkommen die geopolitischen Risiken hoch, was die Nachfrage nach dem US-Dollar als sicherem Hafen stützt und risikosensitive Währungen wie den Kiwi belastet.

Die Händler richten nun ihren Fokus auf die US-Arbeitsmarktdaten dieser Woche, darunter die ADP-Beschäftigungsänderung und die Nonfarm Payrolls (NFP), die die Zinserwartungen der Fed prägen und die nächste Bewegung bei NZD/USD antreiben könnten.

Technische Analyse:

Im Tageschart behält NZD/USD einen kurzfristig bärischen Ton bei, da das Paar unter dem 200-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 0,5824 und dem 100-Tage SMA bei 0,5862 notiert.

Das Paar stößt auf den nahegelegenen Widerstand bei 0,5700, während der Relative Strength Index (RSI) bei 35,5 aus dem überverkauften Bereich zurückkehrt und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) Indikator weiterhin negativ ist, jedoch mit nachlassenden roten Histogrammbalken, was zusammen darauf hindeutet, dass der Abwärtsdruck anhält, obwohl das Verkaufs-Momentum Anzeichen einer Abschwächung zeigt.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei der horizontalen Barriere von 0,5700, gefolgt von 0,5770, bevor der längerfristige 200-Tage SMA bei 0,5824 und der 100-Tage SMA bei 0,5862 eine breitere Widerstandszone verstärken.

Auf der Unterseite liegt die nächste bedeutende Unterstützung bei 0,5600, wobei ein Durchbruch wahrscheinlich die aktuelle bärische Phase verlängern würde, während ein Halten über dieser Marke das Paar unter dem Cluster der gleitenden Tagesdurchschnitte konsolidieren lassen würde.

(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

Nonfarm Payrolls - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Nonfarm Payrolls (NFP) sind ein zentraler Bestandteil des monatlichen Arbeitsmarktberichts des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics. Dieser Indikator misst die Veränderung der Beschäftigtenzahl im Vormonat, ausgenommen der Landwirtschaft, und gilt als entscheidender Wirtschaftsindikator für die US-Wirtschaft.

Die Nonfarm Payrolls (NFP) können die Entscheidungen der Federal Reserve beeinflussen, da sie ein Maß dafür bieten, wie erfolgreich die Fed ihr Mandat erfüllt, nämlich die Förderung von Vollbeschäftigung und einer Inflationsrate von 2 %. Ein relativ hoher NFP-Wert bedeutet, dass mehr Menschen beschäftigt sind, mehr Geld verdienen und wahrscheinlich mehr ausgeben. Ein niedriger Wert könnte darauf hindeuten, dass Menschen Schwierigkeiten haben, Arbeit zu finden. Die Fed erhöht in der Regel die Zinsen, um hohe Inflation zu bekämpfen, die durch niedrige Arbeitslosigkeit entsteht, und senkt sie, um einen stagnierenden Arbeitsmarkt anzukurbeln.

Die Nonfarm Payrolls (NFP) zeigen eine enge Korrelation mit dem US-Dollar. Höhere als erwartete Beschäftigungszahlen führen in der Regel zu einem Anstieg des Dollars, während schwächere Zahlen ihn unter Druck setzen. NFP-Daten beeinflussen den Dollar, da sie Hinweise auf Inflation, geldpolitische Entscheidungen und Zinserwartungen geben. Ein starker NFP-Bericht signalisiert, dass die Federal Reserve ihre straffe Geldpolitik fortsetzen könnte, was den Dollar stützt.

Die Nonfarm Payrolls (NFP) stehen häufig in einer umgekehrten Beziehung zum Goldpreis. Steigen die Beschäftigungszahlen stärker als erwartet, wirkt sich dies in der Regel negativ auf den Goldpreis aus. Das liegt daran, dass ein Anstieg der NFP häufig den US-Dollar stärkt, und da Gold in US-Dollar gehandelt wird, wird es teurer, weniger Dollar für den Kauf einer Unze Gold zu benötigen. Zusätzlich sinkt bei höheren Zinsen, die oft von steigenden NFP unterstützt werden, die Attraktivität von Gold als Anlage im Vergleich zu Bargeld, das Zinsen abwirft.

Die Nonfarm Payrolls sind nur ein Teil eines umfassenderen Arbeitsmarktberichts und können von anderen Faktoren in den Hintergrund gedrängt werden. Oft kommt es vor, dass der Markt höhere als erwartete NFP-Zahlen ignoriert, wenn die durchschnittlichen Wochenverdienste gleichzeitig enttäuschen. In solchen Fällen wird der potenziell inflationstreibende Effekt der Hauptzahlen durch den Rückgang der Verdienste als deflationäres Signal gewertet. Auch die Erwerbsquote und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit können die Marktreaktion beeinflussen, allerdings nur in außergewöhnlichen Situationen wie der „Great Resignation“ oder der globalen Finanzkrise.

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