- NZD/USD hält sich in der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag bei 0,5965 stabil.
- RBNZ-Gouverneur Breman dämpft die Hoffnungen auf Zinserhöhungen in naher Zukunft.
- Fed-Vertreter diskutierten Zinserhöhungsszenarien bei ihrer letzten Sitzung.
Das Paar NZD/USD wird während der frühen Handelsstunden in Europa am Donnerstag flach um 0,5965 gehandelt. Eine dovische Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) belastet jedoch den Kiwi gegenüber dem US-Dollar (USD). Die vorläufigen Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das vierte Quartal (Q4), der Preisindex für persönliche Verbrauchsausgaben (PCE) und die Berichte zum S&P Global Purchasing Managers Index (PMI) werden am Freitag die Höhepunkte sein.
Die RBNZ beschloss, den Official Cash Rate (OCR) wie erwartet bei 2,25% stabil zu halten, nachdem sie am Mittwoch die geldpolitische Sitzung im Februar abgeschlossen hatte. Die neue RBNZ-Gouverneurin Anna Breman sagte während der Pressekonferenz, dass der Kurs des OCR davon abhängt, wie die Zentralbank die Entwicklung der Wirtschaft sieht. Breman verschob die Erwartungen für die nächste mögliche Zinserhöhung auf Ende 2026 oder Anfang 2027, was den neuseeländischen Dollar (NZD) gegenüber dem Greenback belasten könnte.
Andererseits könnten hawkische Signale von der US-Notenbank (Fed) den USD kurzfristig stärken. Laut den am Mittwoch veröffentlichten Fed-Protokollen schlugen mehrere Vertreter vor, dass, wenn die Inflation hartnäckig über dem Ziel von 2% bleibt, Zinserhöhungen auf der Tagesordnung stehen könnten. Die Entscheidungsträger plädierten für eine "zweiseitige" Beschreibung der zukünftigen Politik, um dieses Risiko widerzuspiegeln.
Eine Reihe von US-Wirtschaftsdaten am Freitag könnte einige Hinweise auf den Zinspfad der Fed geben. Wenn die Berichte schwächere als erwartete Ergebnisse zeigen, könnte dies zu Erwartungen von Zinssenkungen führen und den Greenback untergraben.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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