Nvidia will KI-Chips zur Anlageklasse machen - jetzt sollen Versicherer helfen


NVIDIA hat mit Versicherungsunternehmen über Möglichkeiten gesprochen, einen Teil der Finanzierungsrisiken rund um seine Chips auszulagern. Damit will der Chipkonzern die Nachfrage über die großen Technologiekonzerne hinaus ausweiten, berichtete die Financial Times am Dienstag.

Die Gespräche umfassen demnach mögliche Versicherungen für Kredite an kleinere "Neocloud"-Unternehmen. Diese könnten Kreditgeber schützen, falls ein Schuldner ausfällt und als Sicherheit hinterlegte Nvidia-Chips nicht zu einem Preis weiterverkauft werden können, der zur Deckung der Schulden ausreicht, berichtete die FT unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen. Die Verhandlungen befänden sich in einem frühen Stadium und müssten nicht zwangsläufig zu Abschlüssen führen.

Der Schritt ist dem Bericht zufolge Teil eines breiteren Vorstoßes von Nvidia-Chef Jensen Huang, Chips und KI-Infrastruktur für externe Investoren leichter finanzierbar zu machen. Huang hatte argumentiert, Chips sollten als "investierbare Anlageklasse" betrachtet werden, ähnlich wie andere teure, langlebige Technologieanlagen.

Nvidia hat mindestens einem Versicherer Daten zur Wertminderung von Chips und zum erwarteten künftigen Wert von Rechenleistung bereitgestellt. Mit den Gesprächen vertraute Personen sagten zudem, das Unternehmen arbeite mit dem Broker Howden Re an einer Struktur unter Einbindung von Versicherern. Howden lehnte laut Bericht eine Stellungnahme ab.

Die möglichen Strukturen könnten über klassische Versicherer hinausgehen. Nvidia hat geprüft, Versicherungsgruppen zu nutzen, um Risiken an Hedgefonds und andere alternative Investoren weiterzureichen. Das potenzielle Volumen solcher Geschäfte könnte dabei selbst die Bilanzen großer Versicherer übersteigen. Zudem habe das Unternehmen erwogen, sich Konsortien mit Versicherern, Hedgefonds und Vermögensverwaltern anzuschließen, hieß es in dem Bericht weiter.

Der Versicherungsvorstoß folgt auf Nvidias Angebot, einen Teil von Finanzierungsdeals abzusichern, mit denen Kapital in Höhe von 500 Milliarden Dollar von Wall-Street-Firmen wie Goldman Sachs und Apollo freigesetzt werden soll. Unabhängig davon kündigte das Unternehmen am Montag ein Rekord-Aktienrückkaufprogramm über 150 Milliarden Dollar an.

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