Die Standard Chartered Analysten schreiben, dass die malaysische Wirtschaft im zweiten Quartal 2019 mit einem Wachstum von 4,9% y/y gegenüber 4,5% y/y im ersten Quartal überrascht hat.
Wichtigste Zitate
"Der private Konsum blieb der wichtigste Wachstumstreiber und trug 4,4ppt zum gesamten BIP-Wachstum bei, obwohl wir erwarten, dass sich der private Konsum in den kommenden Quartalen abschwächen wird. Die Investitionen schwächten sich im zweiten Quartal ab; die öffentlichen Investitionen führten den Rückgang an und fielen um 9% gegenüber dem Vorjahr (Q1: -13,2% gegenüber dem Vorjahr), während die Expansion der privaten Investitionen mit 1,8% gegenüber dem Vorjahr relativ schwach war. Das Exportwachstum war erwartungsgemäß mit 0,1% y/y gering. Die Importe schrumpften um 2,1% gegenüber dem Vorjahr; Nettoexporte trugen 1,4 ppt zum Wachstum bei."
"Das Wachstum im ersten Halbjahr 2019 von 4,7% lag am oberen Ende der von der Regierung für das Gesamtjahr prognostizierten Bandbreite von 4,3-4,8%. Angesichts des negativen weltwirtschaftlichen Umfelds erwarten wir, dass sich das Wachstum im zweiten Halbjahr gegenüber dem ersten Halbjahr abschwächt. Dennoch hat sich die Wirtschaft bisher als relativ robust erwiesen, so dass die Bank Negara Malaysia (BNM) Spielraum hat, um ihre geldpolitische Reaktion auf die aus unserer Sicht anhaltenden globalen Unsicherheiten zu kalibrieren".
"Unser Kernszenario ist, dass die BNM sich in diesem Jahr dafür entscheiden wird, abzuwarten, aber das Risiko einer weiteren präventiven Zinssenkung steigt, wenn sich die globalen Handelsspannungen verschärfen und die Inlandsnachfrage schneller abnimmt, als wir erwarten. Wir halten an unserer Wachstumsprognose von 4,6% für 2019 fest."
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Das sollten Sie am Dienstag, den 3. März, im Blick behalten:
Der US-Dollar gewinnt weiterhin an Stärke gegenüber seinen Rivalen nach der bullischen Bewegung am Montag, wobei der USD-Index am Dienstagmorgen in Europa über 98,80 schwankt, dem höchsten Stand seit Ende Januar. Der europäische Wirtschaftskalender wird später am Tag vorläufige Daten zum Harmonisierten Verbraucherpreisindex für Februar enthalten. Dennoch werden die Marktteilnehmer weiterhin auf Nachrichten zur Krise im Nahen Osten achten und den Kommentaren der Zentralbanker besondere Aufmerksamkeit schenken.