An den US-Aktienmärkten hat die Risikoaversion deutlich zugenommen. Wie die Deutsche Bank in ihrem Marktbericht „Early Morning Reid“ schreibt, verzeichneten der S&P 500 und der Nasdaq ihre stärksten Tagesverluste seit mehreren Monaten. Vor allem die erneuten Sorgen um das KI-getriebene Wachstum und steigende Ölpreise belasteten die Stimmung. Aktien aus der Halbleiterbranche und Unternehmen mit engem Bezug zu künstlicher Intelligenz gerieten besonders stark unter Druck. Defensive Branchen entwickelten sich dagegen deutlich besser. Der gleichgewichtete S&P 500 legte sogar zu. Zusammen mit den sinkenden US-Anleiherenditen deutet dies auf eine Umschichtung weg von hoch bewerteten, wachstumsstarken Technologiekonzernen hin.
US-Aktien unter Druck: KI-Sorgen belasten Technologiebranche
„Hinzu kam gestern eine neue Welle von Sorgen über das KI-getriebene Wachstum, die einen Teil des Optimismus vom Wochenbeginn wieder zunichtemachte. Für mehrere besonders betroffene Unternehmen wurde es deshalb ein schwieriger Handelstag. Der Philadelphia Semiconductor Index brach um 6,72 Prozent ein und verzeichnete damit seinen stärksten Tagesverlust seit Juni. Die Aktie von CoreWeave verlor sogar 10,06 Prozent und fiel auf den niedrigsten Stand seit Mai 2025.“
„Zusammengenommen belasteten diese Entwicklungen auch die großen Aktienindizes erheblich. Der S&P 500 verlor 1,21 Prozent und verbuchte damit seinen schwächsten Handelstag seit Juli. Der Nasdaq gab um 2,60 Prozent nach und erlitt den größten Tagesverlust seit Juni.“
„Bemerkenswert ist allerdings, dass die klassischen defensiven Branchen kräftig zulegen konnten. Angeführt wurde die Entwicklung von den Basiskonsumgüterherstellern mit einem Plus von 3,11 Prozent und den Versorgern, deren Aktien um 1,98 Prozent stiegen. Insgesamt legten rund zwei Drittel der Unternehmen im S&P 500 zu. Unterstützung kam dabei von den rückläufigen Anleiherenditen.“
„Damit übertraf der gleichgewichtete S&P 500, der um 0,77 Prozent zulegte, den nach Marktkapitalisierung gewichteten Index so deutlich wie seit Juli 2024 nicht mehr.“
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