- USD/CAD hält sich, da der US-Dollar angesichts wachsender Erwartungen an eine hawkische Federal Reserve an Zugkraft gewinnt.
- Das CME FedWatch Tool deutet darauf hin, dass Händler nun eine Wahrscheinlichkeit von über 60 % für eine Zinserhöhung der Fed bis September einpreisen.
- Der rückläufige Safe-Haven-Nachfrage nach dem Greenback wurde durch einen schwächeren Kanadischen Dollar ausgeglichen, da die Ölpreise fielen.
USD/CAD bleibt am zweiten Tag in Folge stärker und bewegt sich während der europäischen Sitzung am Dienstag um 1,4230. Das Währungspaar stabilisiert sich, da der US-Dollar (USD) angesichts wachsender Erwartungen an einen hawkischen Zinspfad der Federal Reserve an Stärke gewinnt. Laut dem CME FedWatch Tool preisen Händler nun eine Wahrscheinlichkeit von über 60 % für eine Zinserhöhung der Fed bis September ein.
Die Händler blicken auf die US-ADP-Beschäftigungsdaten am Mittwoch und den Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht am Donnerstag, um Hinweise auf die nächsten geldpolitischen Schritte der Federal Reserve zu erhalten. Ein stärker als erwarteter Arbeitsmarktbericht könnte die „höher für länger“-Zinsstrategie der Fed bestätigen und die Nachfrage nach risikosensitiven Anlagen dämpfen.
Das Paar USD/CAD bleibt widerstandsfähig, da ein Rückgang der Safe-Haven-Nachfrage nach dem US-Dollar durch einen schwächeren Kanadischen Dollar (CAD) ausgeglichen wird. Der rohstoffgebundene Loonie gerät unter Abwärtsdruck durch niedrigere Rohölpreise, während Marktteilnehmer mögliche US-Iran-Friedensgespräche in Doha im Rahmen eines fragilen vorläufigen Waffenstillstands abwägen.
Während die diplomatischen Signale zwischen den USA und dem Iran jedoch stark widersprüchlich bleiben, kündigte US-Präsident Donald Trump an, dass die beiden Nationen am Dienstag neue Friedensgespräche führen würden, was Teheran jedoch widersprach und erklärte, dass keine Verhandlungstreffen mit Washington geplant seien. Teheran bekräftigte seine Absicht, den Verkehr durch die strategische Straße von Hormus zu überwachen, selbst wenn Oman auf eine gemeinsame Überwachung verzichtet.
Die Händler warten zudem auf die kanadischen Bruttoinlandsprodukt (BIP)-Daten für Mai, die später in dieser Woche veröffentlicht werden, um neue Signale zum wirtschaftlichen Momentum zu erhalten. Die Marktteilnehmer erwarten weiterhin, dass die Bank of Canada (BoC) die Zinsen im Großteil des Jahres unverändert lässt.
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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Das sollten Sie am Dienstag, den 30. Juni, im Blick behalten:
Der japanische Yen notiert am letzten Handelstag des zweiten Quartals auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahrzehnten gegenüber dem US-Dollar, wobei das Paar USD/JPY über 162,00 steigt. Das US Bureau of Labor Statistics wird die JOLTS-Daten zu den offenen Stellen für Mai veröffentlichen und das Conference Board wird den Verbrauchervertrauensbericht für Juni herausgeben.