• USD/JPY steigt am Dienstag in der frühen asiatischen Sitzung auf fast 157,35.
  • Der US ISM Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel im Februar auf 52,4, was stärker als erwartet ist.
  • Trump schwor, "alles zu tun, was nötig ist" im Iran, was Ängste vor einem größeren Krieg im Nahen Osten schürt.

Das Paar USD/JPY springt am Dienstag in der frühen asiatischen Sitzung auf ein fast dreiwöchiges Hoch von 157,35. Der US-Dollar (USD) stärkt sich gegenüber dem japanischen Yen (JPY) aufgrund der besser als erwarteten US-Wirtschaftsdaten. Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, wird später am Dienstag sprechen.

Die am Montag vom Institute for Supply Management (ISM) veröffentlichten Daten zeigen, dass der Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe im Februar von 52,6 im Januar auf 52,4 gefallen ist. Diese Zahl liegt über den Markterwartungen von 51,8. Der positive Bericht kompliziert den Weg für Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed). Die Märkte preisen derzeit eine hohe Wahrscheinlichkeit für keine Änderung bei der bevorstehenden Sitzung im März ein.

Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran sind in ihren dritten Tag eingetreten, und US-Präsident Donald Trump sagte am Montag, dass die US-Militäroperation Wochen oder länger andauern könnte. Ängste vor einem größeren Krieg im Nahen Osten und anhaltende geopolitische Risiken könnten in naher Zukunft die sicheren Währungen wie den JPY stärken.

Hawkische Kommentare von japanischen Beamten könnten ebenfalls den JPY stützen. Der stellvertretende Gouverneur der BoJ, Ryozo Himino, sagte am Montag, dass die aktuelle Politik zwar "etwas akkommodierend" bleibt, die Zentralbank jedoch die Zinsen moderat erhöhen sollte, solange ihre wirtschaftlichen und preislichen Prognosen erfüllt sind.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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