• USD/JPY könnte steigen, da sich die Ölpreise erholen und den Yen unter Druck setzen, angesichts der starken Abhängigkeit Japans von Ölimporten.
  • Die USA fingen iranische Raketen ab, was die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die Inflationssorgen neu entfacht.
  • Händler preisen eine Wahrscheinlichkeit von 76,6% für eine Zinserhöhung im September ein, was die Kreditkosten erhöht hält.

USD/JPY gibt nach, nachdem das Paar am Vortag leichte Gewinne verzeichnet hatte, und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch um 163,70. Das Paar könnte wieder an Boden gewinnen, da der japanische Yen durch die sich erholenden Ölpreise unter Druck geraten könnte. Die erneuten Feindseligkeiten im Nahen Osten haben die geopolitischen Spannungen neu entfacht und den Fokus der Anleger fest auf Inflationsrisiken und den breiteren Zinsausblick gerichtet. Entscheidend ist, dass Japan als großer Nettoimporteur von Öl besonders anfällig für steigende Energiekosten bleibt.

Händler warten auf die anstehenden Inflations- und Arbeitsmarktdaten aus Tokio. Die Verbraucherpreisinflation in Tokio ohne frische Lebensmittel dürfte im Jahresvergleich im Juli auf 1,7% anziehen, nach zuvor 1,6%. Unterdessen lag die Gesamtinflation zuvor bei 1,7%, und der VPI ohne Lebensmittel und Energie kam bei 1,9% herein. Am Arbeitsmarkt wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote in Japan bei 2,5% stabil bleibt.

Darüber hinaus könnte das Paar USD/JPY zulegen, da der US-Dollar (USD) angesichts der zunehmenden Risikoaversion Unterstützung finden könnte, die aus einem iranischen Angriff auf US-Truppen in der Region resultiert, wobei der Iran gegen 17:45 Uhr ET mehrere ballistische Raketen auf einen US-Stützpunkt in Jordanien abgefeuert hat.

Laut Erklärungen und Videomaterial des US-Militärs wurden alle überraschenden IRGC-Raketen erfolgreich abgefangen. Der Angriff wird weithin als direkte Reaktion auf jüngste US-Maßnahmen gegen iranische Marineboote angesehen.

Unterdessen beobachten Anleger die bevorstehende geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve (Fed) genau, bei der allgemein erwartet wird, dass die Zentralbank die Zinsen unverändert lässt. Trotz wiederholter Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach niedrigeren Zinssätzen bleibt die Marktstimmung vorsichtig; Händler preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 30,5% für eine sofortige Zinserhöhung ein, ein ungewöhnlich hohes Maß an Unsicherheit so kurz vor einer geldpolitischen Ankündigung. Mit Blick weiter voraus preisen die Märkte zudem eine Wahrscheinlichkeit von 76,6% für eine Zinserhöhung im September ein, was die Erwartungen untermauert, dass die Kreditkosten länger erhöht bleiben könnten.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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