Das iranische Außenministerium hat die nächtlichen US-Angriffe auf Teheran verurteilt und erklärt, die Angriffe hätten den Waffenstillstand „praktisch bedeutungslos“ gemacht, berichtete The Guardian.

„Die illegalen und kriminellen Angriffe der USA in den letzten Stunden sind nicht nur ein eklatanter Verstoß gegen die Charta der Vereinten Nationen und die grundlegenden Regeln des Völkerrechts bezüglich der Achtung der nationalen Souveränität und der territorialen Integrität der Staaten, sondern haben auch den Waffenstillstand [vom 8. April] praktisch bedeutungslos gemacht.“ – Iranisches Außenministerium.

Unterdessen bestätigte ein Bericht von CNN unter Berufung auf eine diplomatische Quelle, dass die US-iranischen Verhandlungen auf einen Friedensvertrag intakt sind.

Marktreaktion

Eine Erholungsbewegung ist beim US-Dollar (USD) nach den Kommentaren des iranischen Außenministeriums zu beobachten, jedoch liegt er weiterhin leicht im Minus. Bei Redaktionsschluss notiert der US Dollar Index (DXY) leicht unter der Marke von 100,00.

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.


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