• Der Goldpreis steigt auf fast 4.067 USD, während die Rallye der Ölpreise eine Pause einlegt.
  • Ein schwächerer US-Dollar hat den Goldpreis ebenfalls gestützt.
  • Es wird erwartet, dass die Fed die Zinsen nächste Woche unverändert lässt.

Der Goldpreis (XAU/USD) steigt während der europäischen Handelssitzung am Dienstag um 1,5 % auf fast 4.067 USD. Das Edelmetall übertrifft die Erwartungen, da die Rallye der Ölpreise ins Stocken geraten ist und die Anleger zuversichtlich sind, dass die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran in Richtung Frieden wieder aufgenommen wurden.

Im europäischen Handel dreht der WTI-Ölpreis nach anfänglichen Verlusten ins Plus und notiert nahe 82,65 USD, korrigierte jedoch deutlich, nachdem er ein neues Monatshoch bei 84,42 USD erreicht hatte.

Sinkende Ölpreise mildern die Inflationserwartungen und die Befürchtungen vor Zinserhöhungen durch Zentralbanken, ein Szenario, das für zinslose Anlagen wie Gold günstig ist.

Unterdessen unterstützt eine leichte Korrektur des US-Dollars aufgrund der Risikoaufschwung-Stimmung am Markt ebenfalls den Goldpreis. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, 0,1 % niedriger bei rund 100,90.

Technisch gesehen macht ein schwächerer US-Dollar den Goldpreis für Investoren zu einer attraktiven Risiko-Rendite-Wette.

Im Hinblick auf die US-Zinspolitik ist es nahezu sicher, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen bei der Sitzung nächste Woche unverändert lässt.

Technische Analyse Gold

XAU/USD notiert höher bei etwa 4.069,52 USD, näher am 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA), der bei 4.089,31 USD liegt. Das Edelmetall versucht einen Ausbruch aus der Formation des absteigenden Dreiecks, nachdem es sich fast einen Monat seitwärts bewegt hat.

Das Momentum bleibt gedämpft, wobei der 14-Perioden Relative Strength Index (RSI) um 45 pendelt und auf einen Mangel an bullischer Überzeugung hinweist.

Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung im Bereich des jüngsten Ausbruchspreises bei rund 4.043 USD, gefolgt vom ansteigenden Trendlinienboden bei 3.941,63 USD. Auf der Oberseite stellt der 20-Perioden-EMA bei 4.089,31 USD die erste bedeutende Hürde dar, die Gold überwinden muss, um den kurzfristigen Abwärtsdruck zu verringern und den Weg für eine konstruktivere Erholung in Richtung des Hochs vom 6. Juli bei etwa 4.200 USD zu ebnen.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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