- Der Goldpreis fällt auf fast 5.180 Dollar, während der Krieg im Nahen Osten weiterhin anhält.
- Teheran erhöht militärische Aktivitäten in der Nähe der Straße von Hormuz als Teil der Vergeltung gegen die USA.
- Anzeichen für steigende Inflation auf Fabrikebene in den USA haben Händler gezwungen, dovishe Wetten auf die Fed zurückzufahren.
Der Goldpreis (XAU/USD) notiert während der europäischen Handelszeit am Dienstag um 2,5 % niedriger bei fast 5.180 Dollar. Das gelbe Metall korrigiert, nachdem es vier Handelstage in Folge gestiegen ist. Am Montag gewann das Edelmetall stark, da die Anleger inmitten des Krieges im Nahen Osten in den sicheren Hafen wechselten.
Am Wochenende haben die Vereinigten Staaten (USA) und Israel in einer gemeinsamen Operation eine Reihe von Luftangriffen gegen den Iran gestartet, bei denen mehrere ihrer führenden Köpfe, darunter der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei, getötet wurden.
Als Vergeltung hat Teheran die Straße von Hormuz geschlossen und israelisches Territorium sowie verschiedene US-Militärbasen im Nahen Osten angegriffen. Am frühen Tag griff Teheran die US-Botschaft in Riad an, indem es mehrere Drohnen einsetzte.
Theoretisch zeigt der Goldpreis in einem erhöhten geopolitischen Umfeld eine starke Leistung.
In der Zwischenzeit haben die nachlassenden dovishen Aussichten der Federal Reserve (Fed) für die Juni-Sitzung ebenfalls auf den Goldpreis gedrückt. Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinssätze in der Juni-Sitzung stabil hält, von 42,7 % am Freitag auf 53,5 % gestiegen ist.
Händler haben ihre dovishen Wetten auf die Fed nach der Veröffentlichung der US-ISM-Daten zu den gezahlten Preisen im verarbeitenden Gewerbe für Februar am Montag zurückgefahren, einem wichtigen Maß für die Inflation auf Fabrikebene. Die gezahlten Preise im verarbeitenden Gewerbe – die Änderungen der Preise für Inputs wie Arbeitskräfte und Rohstoffe verfolgen – stiegen auf 70,5 gegenüber Schätzungen von 59,5 und dem vorherigen Wert von 59,0.
Gold Vier-Stunden-Chart
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XAU/USD rutscht zum Zeitpunkt der Presse unter 5.200 Dollar. Die kurzfristige Tendenz wird neutral mit einer Abwärtsneigung, nachdem der Preis von der oberen Grenze des Rising Channel-Musters nahe 5.400 Dollar zurückgegangen ist und zurück zur 20-Perioden-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) gerutscht ist, die um 5.280 Dollar gehandelt wird.
Der 14-Perioden-Relative-Stärke-Index (RSI) ist von über 80 auf etwa 49 gefallen, was das nachlassende bullische Momentum bestätigt und den Verlust des Aufwärtsvertrauens validiert.
Der erste Widerstand liegt an der unteren Grenze der Rising Channel-Formation nahe 5.065 Dollar. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde den Weg zum psychologischen Niveau von 5.000 Dollar öffnen. Auf der Oberseite bleibt die obere Grenze des Rising Channel-Musters eine wichtige Barriere über 5.400 Dollar.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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Das sollten Sie am Dienstag, den 3. März, im Blick behalten:
Der US-Dollar gewinnt weiterhin an Stärke gegenüber seinen Rivalen nach der bullischen Bewegung am Montag, wobei der USD-Index am Dienstagmorgen in Europa über 98,80 schwankt, dem höchsten Stand seit Ende Januar. Der europäische Wirtschaftskalender wird später am Tag vorläufige Daten zum Harmonisierten Verbraucherpreisindex für Februar enthalten. Dennoch werden die Marktteilnehmer weiterhin auf Nachrichten zur Krise im Nahen Osten achten und den Kommentaren der Zentralbanker besondere Aufmerksamkeit schenken.