Der Goldpreis kletterte am Donnerstag auf ein Vier-Wochen-Hoch von knapp über 2.050 US-Dollar. Die Volkswirte der Commerzbank analysieren die Aussichten für das gelbe Metall.

Goldpreis steigt trotz höherer US-Inflationsdaten

Der Preisanstieg muss überraschen, denn der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator, der Preisindex für die Verbraucherausgaben (PCE) ohne Energie und Nahrungsmittel, ist im Januar um 0,4 % gegenüber dem Vormonat gestiegen und liefert damit keine Argumente für frühere Zinssenkungen der Fed.

Die Fed Fund Futures deuten darauf hin, dass die erste Zinssenkung der Fed erst im Juli vollständig eingepreist sein wird. Wir weisen auch darauf hin, dass sich der Preisauftrieb in den letzten sechs Monaten sogar wieder beschleunigt und vom Inflationsziel der Fed entfernt hat. Erklärungen, dass der Goldpreis gestiegen ist, weil der Anstieg des PCE-Preisindex höher als erwartet ausfiel, sind daher nicht überzeugend. Es ist auch möglich, dass einige Marktteilnehmer einen noch stärkeren Anstieg des PCE-Preisindex erwartet hatten. 

Manchmal muss man sich damit abfinden, dass man eine Preisbewegung nicht fundamental erklären kann. Ob dies länger als einen Tag anhält, ist eine andere Frage.

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