- Der Goldpreis verzeichnete im frühen asiatischen Handel am Montag moderate Verluste nahe 4.155 USD.
- Händler werden die Entwicklungen rund um die US-Iran-Friedensgespräche genau beobachten.
- Bedenken hinsichtlich des Fortschritts beim US-Iran-Friedensabkommen und hawkische Signale der Fed könnten den Goldpreis belasten.
Der Goldpreis (XAU/USD) notiert im frühen asiatischen Handel am Montag mit leichten Verlusten um 4.155 USD. Die Händler bewerten weiterhin die Entwicklungen rund um die US-Iran-Friedensgespräche in der Schweiz. Allerdings könnten hawkische Signale der US-Notenbank (Fed) den Aufwärtstrend der Edelmetalle kurzfristig begrenzen.
US-Präsident Donald Trump drohte am Wochenende mit Angriffen auf den Iran, falls die Hisbollah Israel weiterhin angreift, was Bedenken hinsichtlich des Fortschritts der Friedensgespräche zwischen Washington und Teheran aufkommen ließ. Iranische Verhandlungsführer setzten die hochrangigen Gespräche mit den USA in der Schweiz aus, als Reaktion auf eine Flut verbaler Drohungen von Trump, den Iran erneut anzugreifen, doch Personen mit Kenntnis der Lage erklärten, dass die Gespräche fortgesetzt würden.
„Die Rallye des Goldes im Zuge des US-Iran-Friedensabkommens erwies sich als kurzlebig. Der wiedererstarkte Dollar, angetrieben vom neu hawkischen Ton der Fed unter Kevin Warsh, hat die Aufmerksamkeit auf sich gezogen“, sagte Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade.
Goldman Sachs prognostiziert, dass die Goldpreise bis Dezember auf 4.900 USD pro Unze steigen werden, was unter der früheren Prognose von 5.400 USD liegt, da die Bank keine Zinssenkung in den USA in diesem Jahr mehr erwartet.
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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Das sollten Sie am Freitag, den 19. Juni, im Blick behalten:
Der US-Dollar profitiert am frühen Freitag von der risikoscheuen Marktstimmung und baut seine Wochengewinne gegenüber seinen wichtigsten Rivalen aus. In der zweiten Tageshälfte werden die Einzelhandelsumsätze für April aus Kanada die einzigen Daten im Wirtschaftskalender sein