- Gold fällt während der asiatischen Sitzung am Dienstag unter 4.050 USD und füllt damit die bullishe Wochenlücke.
- Geopolitische Risiken bleiben im Spiel, stützen den USD und üben Druck auf das Edelmetall aus.
- Die Abwärtsbewegung scheint abgefedert, da sich die USD-Bullen dafür entscheiden, auf die entscheidende FOMC-Sitzung zu warten.
Gold (XAU/USD) erholt sich leicht vom Tagestief, behält jedoch vor der europäischen Sitzung am Dienstag eine negative Tendenz in der Nähe der Marke von 4.050 USD bei. Der US-Dollar (USD) pausiert nahe dem Monatshoch und bietet dem Edelmetall etwas Unterstützung. Händler scheinen sich jedoch vor der entscheidenden zweitägigen FOMC-Sitzung zurückzuhalten, in der nach frischen Hinweisen auf den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank (Fed) gesucht wird. Der Ausblick wiederum wird eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der USD-Nachfrage spielen und dem renditelosen gelben Metall neuen Richtungsimpuls verleihen.
Im Vorfeld des wichtigen Zentralbankereignisses reduzierten Händler ihre Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed, da neue Hoffnungen auf eine US-Iran-Diplomatie zur Beendigung eines fünf Monate alten Konflikts aufkamen, was über Nacht zu einem Einbruch der Ölpreise führte und die Inflationssorgen dämpfte. Tatsächlich setzte die USA ihre Bombardierungskampagne gegen den Iran nach rund zwei Wochen an Angriffen aus. Zudem sagte US-Präsident Donald Trump am Montag, die USA führten gute Gespräche mit dem Iran und es gebe eine Chance auf eine Lösung. Dies nährte die Hoffnung, die USA und den Iran wieder an den Verhandlungstisch zu bringen und die Energieflüsse im Nahen Osten zu normalisieren.
Trump warnte jedoch, dass die US-Angriffe wieder aufgenommen würden, falls die Verhandlungen kein Ergebnis brächten. Darüber hinaus meldeten Saudi-Arabien, Jordanien und der Irak am Montag Drohnenangriffe, was den Optimismus dämpfte. Hinzu kommen Sorgen über Unterbrechungen der weltweiten Energieversorgung, die die Ölpreise und den sicheren Hafen USD stützen. Der Fokus richtete sich auf die Bab-el-Mandeb-Straße, nachdem die vom Iran unterstützten Houthi im Jemen eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und saudische Ölanlagen entlang der Küste des Roten Meeres angegriffen hatten. Zudem bleibt der Verkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt.
Der fundamentale Hintergrund scheint klar zugunsten der USD-Bullen geneigt zu sein, was die Argumente für weitere Rückgänge beim Gold stützt. Händler könnten sich jedoch mit aggressiven Wetten zurückhalten und das Ergebnis der mit Spannung erwarteten FOMC-Sitzung am Mittwoch abwarten. Daher wäre es ratsam, auf starke Anschlussverkäufe und eine Akzeptanz unterhalb der psychologischen Marke von 4.000 USD zu warten, bevor neue bärische Wetten auf das Paar XAU/USD platziert werden.
XAU/USD Tageschart
Gold könnte sich angesichts des bärischen Setups schwer tun, eine nennenswerte Erholung zu verzeichnen
Vor dem Hintergrund des jüngsten Durchbruchs unter den 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) könnte die seit dem 19. Juni innerhalb einer Spanne verlaufende Kursentwicklung weiterhin als bärische Konsolidierungsphase eingestuft werden. Unterdessen liefern die Momentum-Indikatoren ein gemischtes Bild. Tatsächlich pendelt der Relative Strength Index (RSI) knapp unter der 50-Linie bei rund 45 und deutet damit auf eine verhaltene Kaufüberzeugung hin, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) im positiven Bereich nach oben dreht. Dies deutet darauf hin, dass etwaige Erholungen weiterhin nur korrektiver Natur innerhalb eines breiteren Abwärtskontexts sind, solange Gold unter dem langfristigen Durchschnitt bleibt.
Dennoch scheint das Edelmetall anfällig für weitere Verluste, sofern die Käufer die jüngsten Tiefs um die psychologische Marke von 4.000 USD nicht rasch verteidigen. Auf der Oberseite ist die obere Begrenzung der Handelsspanne nahe der Marke von 4.200 USD der entscheidende Widerstand, den es zu überwinden gilt. Ein Tagesschluss darüber wäre erforderlich, um die breitere bärische Tendenz zu entschärfen und den Weg für einen nachhaltigeren Anstieg zum 200-Tage-SMA bei 4.493,65 USD zu öffnen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.
Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.
Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.
Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.
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