• Der Goldpreis steigt im asiatischen Handel am Freitag auf rund 4.125 USD.
  • Die US Nonfarm Payrolls stiegen im letzten Monat um 57.000, schwächer als erwartet.
  • Die USA und der Iran beendeten am Mittwoch eine Runde indirekter Gespräche ohne Anzeichen für Fortschritte in Richtung eines dauerhaften Friedens.

Der Goldpreis (XAU/USD) gewinnt im frühen asiatischen Handel am Freitag an Boden und erreicht rund 4.125 USD. Das Edelmetall setzt die Rallye fort, nachdem die schwächer als erwarteten US Nonfarm Payrolls (NFP)-Daten die Erwartungen an Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr gedämpft haben.

Die am Donnerstag vom US Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlichten Daten zeigten, dass die US-Wirtschaft im Juni 57.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat, was unter dem Marktkonsens von 110.000 lag. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum auf 4,2 % nach 4,3 % im Mai. Zuvor hatte ein Bericht am Mittwoch gezeigt, dass die privaten US-Beschäftigtenzahlen im Juni weniger als erwartet gestiegen sind.

„Die niedrigere als erwartete Zahl an neuen Arbeitsplätzen deutet auf eine geringere Wahrscheinlichkeit potenzieller Zinserhöhungen später in diesem Jahr hin. Wie wir wissen, tendiert Gold dazu, sich in einem Umfeld niedrigerer Zinsen besser zu entwickeln“, sagte David Meger, Direktor für Metallhandel bei High Ridge Futures. „Daher haben wir auf dieser Basis eine deutliche Rallye am Goldmarkt gesehen“, fügte er hinzu.

Reuters berichtete, dass die USA und der Iran am Mittwoch eine Runde indirekter Gespräche beendeten, ohne Anzeichen für Fortschritte in Richtung eines dauerhaften Friedens. Unsicherheit oder Anzeichen eines langwierigen Konflikts im Nahen Osten könnten Inflationssorgen schüren, was Händler dazu veranlassen könnte, ihre Wetten auf Zinserhöhungen zu erhöhen und den zinslosen Goldbarren zu belasten.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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