• Gold bleibt unter Druck, da steigende globale Anleiherenditen und ein stärkerer US-Dollar das gelbe Metall belasten.
  • Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten treiben die Ölpreise nach oben und erschweren den Inflationsausblick für die großen Zentralbanken.
  • Die Verkäufer behalten unterhalb des 100-Tage-SMA die Kontrolle, wobei das untere Bollinger-Band zunächst Unterstützung bietet.

Gold (XAU/USD) bleibt am Mittwoch defensiv, nachdem es am Vortag um fast 2,7% eingebrochen war. Die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten im Nahen Osten nach mehreren ruhigeren Wochen dominiert erneut die Marktstimmung, treibt die Ölpreise und die globalen Anleiherenditen nach oben und stärkt zugleich den US-Dollar (USD). Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notiert XAU/USD bei rund 4.310 USD, nachdem es ein Intraday-Tief bei 4.282 USD erreicht hatte, den niedrigsten Stand seit dem 7. August.

Die Anleiherenditen sind in den großen Volkswirtschaften auf Mehrjahreshöchststände gestiegen, da steigende Ölpreise die Inflation länger erhöht halten könnten. Dies könnte die Zentralbanken dazu zwingen, eine restriktive Geldpolitik beizubehalten oder sogar Zinserhöhungen in Betracht zu ziehen. Die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen US-Staatsanleihe steigt den sechsten Tag in Folge und notiert bei rund 4,81%, dem höchsten Stand seit Oktober 2023.

Steigende Renditen und Erwartungen höherer Zinssätze belasten das zinslose Metall stark und überwiegen die Unterstützung, die Gold angesichts seiner traditionellen Rolle als Absicherung gegen beide Risiken normalerweise durch erhöhte Inflation und geopolitische Spannungen erhalten würde.

Was die Geldpolitik betrifft, haben Händler ihre Wetten darauf erhöht, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen bereits im September anheben könnte, insbesondere nachdem Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Jackson-Hole-Symposium in der vergangenen Woche eine härtere Haltung zur Inflation eingenommen hatte. Laut dem CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Sitzung am 15. und 16. September bei rund 70%, nach 36% vor einer Woche.

Hawkishe Fed-Erwartungen und eskalierende Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben auch die Nachfrage nach dem US-Dollar erhöht und damit einen weiteren Gegenwind für das in Dollar denominierte Gold geschaffen. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei rund 99,85, dem höchsten Stand seit dem 14. August.

Vor diesem Hintergrund dürfte Gold tendenziell abwärtsgerichtet bleiben, obwohl sich Verkäufer vor den US-Arbeitsmarktdaten mit aggressiven Wetten zurückhalten könnten. Der ADP-Beschäftigungsbericht wird später während der US-Handelszeiten veröffentlicht, gefolgt vom Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht am Freitag. Die Daten könnten die Zinserwartungen für die Fed beeinflussen und neue Bewegungen beim US-Dollar, bei den Renditen von US-Staatsanleihen und damit auch bei Gold auslösen.

Technische Analyse: Bären peilen 4.200 USD an, da der RSI unter 50 fällt

XAU/USD hält sich unter dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei rund 4.360 USD und der Mittellinie der Bollinger-Bänder nahe 4.445 USD, wodurch die kurzfristige Tendenz nach unten gerichtet bleibt. Die Momentum-Indikatoren untermauern diesen gedeckelten Ton: Der Relative Strength Index (RSI) im Tageschart liegt mit 45 knapp unter der neutralen 50er-Linie, während das Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) im negativen Bereich liegt und auf zunehmenden bärischen Druck signalisiert.

Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung am unteren Bollinger-Band bei etwa 4.204 USD, vor einer deutlicheren horizontalen Unterstützung bei 4.000 USD. Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand am 100-Tage-SMA nahe 4.360 USD, gefolgt von der Mittellinie der Bollinger-Bänder um 4.446 USD, wobei das obere Band bei rund 4.688 USD als weiter entfernte Begrenzung fungiert.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

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