• Gold (XAU/USD) erholt sich von einem Ein-Wochen-Tief, da der Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon den sicheren Hafen US-Dollar (USD) schwächt.
  • Die Pattsituation zwischen den USA und Iran hält die geopolitische Risikoprämie aufrecht und sollte tiefere USD-Verluste begrenzen.
  • Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed begünstigen weiterhin USD-Bullen und könnten den Aufwärtsspielraum für das zinslose Edelmetall begrenzen.

Gold (XAU/USD) hält sich im asiatischen Handel am Donnerstag an bescheidene Erholungsgewinne, zeigt jedoch keine Fortsetzung und bleibt innerhalb des Hochs der Vortagesbewegung. Der Waffenstillstand zwischen Israel und Libanon führt zu einigen Gewinnmitnahmen rund um den US-Dollar (USD) und stützt das Edelmetall. Dennoch halten das Ausbleiben eines Durchbruchs bei den US-Iran-Diplomatieverhandlungen und erneute Feindseligkeiten im Nahen Osten die geopolitischen Risiken aufrecht, was die Verluste des USD begrenzen dürfte. Zudem halten Erwartungen, dass erhöhte Ölpreise die Inflation beschleunigen und die Zinsen länger hoch halten können, die Bullen davon ab, aggressive Wetten auf das zinslose gelbe Metall zu platzieren.

Israel und Libanon einigten sich nach US-geführten Gesprächen in Washington am Mittwoch auf die Umsetzung eines Waffenstillstands. Die gemeinsame Erklärung vom Mittwoch besagte, dass der Waffenstillstand von einem vollständigen Feuerstopp durch die vom Iran unterstützte Hisbollah sowie der Evakuierung der Gruppierung aus dem Süden Libanons abhängt. Hinzu kommt, dass das von Republikanern geführte US-Repräsentantenhaus eine Resolution verabschiedete, die Präsident Donald Trump daran hindern soll, weitere militärische Maßnahmen gegen Iran zu ergreifen. Dies weckt Hoffnungen auf eine Beendigung des seit drei Monaten andauernden US-israelischen Konflikts mit Iran, was nach der nächtlichen starken Aufwärtsbewegung des USD auf das stärkste Niveau seit dem 7. April zu einem moderaten Rücksetzer des US-Dollars führt und Gold zugutekommt.

Unterdessen deutet ein Bericht der Jerusalem Post darauf hin, dass die diplomatischen Gespräche zwischen den USA und Iran ins Stocken geraten, da Teherans starre Forderung nach sofortiger Freigabe von Kapital zu Beginn des Prozesses auf Widerstand stößt. Hinzu kommt, dass hochrangige US-Beamte weiterhin betonen, dass die USA keine Gelder zu Beginn freigeben werden, ohne dass Iran substanzielle Schritte in Bezug auf das Nuklearprogramm und die Straße von Hormus unternimmt, was den jüngsten Optimismus dämpft. Dies, zusammen mit Erwartungen an eine hawkishe US-Notenbank (Fed), könnte die USD-Bären davon abhalten, aggressive Wetten zu platzieren, und den weiteren Anstieg des Goldpreises begrenzen, der weiterhin deutlich unter der psychologischen Marke von 4.500 USD liegt.

Händler richten ihren Blick nun auf die Veröffentlichung der US-Wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder, die im Verlauf der nordamerikanischen Sitzung für Impulse sorgen könnten. Der Fokus wird jedoch auf den monatlichen US-Beschäftigungsdaten liegen, die im Volksmund als Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht am Freitag bekannt sind und weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed geben sollten. Abgesehen davon könnten die anhaltenden geopolitischen Schlagzeilen weiterhin Volatilität an den globalen Finanzmärkten erzeugen, was kurzfristig den USD und den Goldpreis beeinflussen wird.

XAU/USD 4-Stunden-Chart

Chart Analysis XAU/USD

Gold wird wahrscheinlich auf höheren Niveaus frische Verkäufer anziehen; 200-SMA im 4-Stunden-Chart ist entscheidend

Aus technischer Sicht behält das Paar XAU/USD eine kurzfristig bärische Tendenz innerhalb eines abwärts gerichteten parallelen Kanals bei und bleibt unter dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4-Stunden-Chart. Letzterer liegt bei etwa 4.533 USD und fungiert nun als Widerstand.

Die Momentum-Indikatoren unterstützen diesen vorsichtigen Ton, wobei der Relative Strength Index nahe 44 liegt und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) unter null und unter seiner Signallinie notiert. Dies deutet darauf hin, dass Aufwärtsbewegungen wahrscheinlich Schwierigkeiten haben werden, solange der übergeordnete Abwärtstrend intakt bleibt.

Unterdessen bietet die untere Begrenzung des Kanals um 4.314 USD die Hauptunterstützung, und ein klarer Durchbruch unter dieses Niveau würde den Weg für eine tiefere Korrektur innerhalb des breiteren bärischen Setups öffnen.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.

Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.

Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.

Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.

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