Die Strategen Shaun Osborne und Eric Theoret von Scotiabank sehen den EUR/USD nach überraschend starken deutschen Ifo-Daten und Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in einer Konsolidierungsphase im mittleren bis oberen Bereich von 1,16. Die Daten dürften das Vertrauen der Europäischen Zentralbank (EZB) vor ihrer Sitzung am 10. September stärken. An den Märkten ist eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte nahezu vollständig eingepreist, ebenso eine weitere Straffung. Kurzfristig sehen die Strategen allerdings nur begrenztes zusätzliches Aufwärtspotenzial für den Euro, da der aktuelle Kurs bereits leicht über ihrer Fair-Value-Schätzung liegt.
Euro gestützt, kurzfristiges Aufwärtspotenzial aber begrenzt
„Der Euro konsolidiert unauffällig im mittleren bis oberen Bereich von 1,16 und zeigt keine nennenswerte Reaktion auf die besser als erwartet ausgefallenen deutschen Ifo-Geschäftsklimadaten für August.“
„Auch die endgültigen deutschen BIP-Zahlen für das zweite Quartal sorgten für eine kleine positive Überraschung, wobei die Verbesserung vor allem vom Außenhandel getragen wurde. Die Daten sind konstruktiv und dürften den EZB-Entscheidungsträgern mit Blick auf die nächste Zinsentscheidung am 10. September Zuversicht geben.“
„Für die Sitzung ist eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bereits nahezu vollständig eingepreist – aktuell sind es rund 24 Basispunkte. An den Märkten für kurzfristige Zinsen wird bis zum Jahresende derzeit mit einer kumulierten Straffung um 42 Basispunkte gerechnet.“
„Die jüngste Erholung der Renditeabstände hat dem Euro fundamentalen Rückenwind gegeben. Wir sehen jedoch nur wenig Spielraum für weitere kurzfristige Kursgewinne, da der aktuelle Kurs mit einem leichten Aufschlag gegenüber unserer eng gefassten Fair-Value-Schätzung von 1,1622 gehandelt wird.“
„Bullisch – der RSI bleibt im Bereich der überkauften Schwelle von 70 bullisch. Die jüngste Rally scheint oberhalb des kurzfristigen Widerstands bei etwa 1,17 ins Stocken geraten zu sein. Bis 1,18 sehen wir keine weiteren nennenswerten Widerstände. Kurzfristige Unterstützungen liegen bei 1,1650 und 1,1600. Zudem verläuft der gleitende 200-Tage-Durchschnitt bei 1,1632.“
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