• EUR/USD hält sich im frühen asiatischen Handel am Donnerstag auf positivem Terrain um 1,1515.
  • Trump und Pezeshkian unterzeichneten das US-Iran-MoU zur Beendigung des Krieges. 
  • Die Fed beschloss auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Juni, den Leitzins wie vom Markt erwartet unverändert zu belassen. 

Das Paar EUR/USD gewinnt im frühen asiatischen Handel am Donnerstag nahe 1,1515 etwas verlorenen Boden zurück. Der Euro (EUR) stärkt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) aufgrund verbesserter Risikostimmung, nachdem US-Präsident Donald Trump das US-Iran-MoU zur Beendigung des Krieges unterzeichnet hat. Händler bereiten sich auf den US-Bericht zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung vor, der später am Tag veröffentlicht wird. 

Die BBC berichtete am späten Mittwoch, dass das Weiße Haus erklärte, Trump und Irans Masoud Pezeshkian hätten das Memorandum of Understanding zur Beendigung des US-Israel-Krieges gegen Iran unterzeichnet. Das Dokument wurde von den beiden Führern elektronisch unterzeichnet, nachdem der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und der US-Vizepräsident JD Vance die Vereinbarung am Sonntag elektronisch unterzeichnet hatten. 

Iran und die USA werden voraussichtlich am Freitag in Genf formell ein MoU unterzeichnen, so Bloomberg. Hoffnungen auf eine US-Iran-Friedensvereinbarung könnten kurzfristig risikoreichere Vermögenswerte wie die Gemeinschaftswährung stärken. 

Am Mittwoch stimmte die US-Notenbank (Fed) einstimmig dafür, ihren Leitzins im Bereich von 3,5 % bis 3,75 % in ihrer ersten Sitzung unter der Führung von Kevin Warsh unverändert zu lassen. Fed-Vertreter signalisierten die Möglichkeit höherer Zinsen, während sie die Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Inflation bewerten.

Während der Pressekonferenz sagte der neue Vorsitzende Kevin Warsh, dass „Preisniveaustabilität“ das Leitprinzip der Fed sein werde. Die Geldmärkte haben eine Zinserhöhung bis Oktober vollständig eingepreist. Ein hawkischer Zinsstopp der US-Zentralbank könnte dem Greenback Auftrieb geben und den Aufwärtstrend des Hauptwährungspaares begrenzen. 

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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