- EUR/USD zieht einige Käufer an und entfernt sich vom Wochentief.
- Die Aufwärtsbewegung scheint begrenzt, da Händler gespannt auf den US-NFP-Bericht warten.
- Das bärische Setup unterstützt die Annahme neuer Verkäufer.
Das Paar EUR/USD steigt während der asiatischen Sitzung am Donnerstag leicht an, zeigt jedoch keine bullische Überzeugung, da Händler gespannt auf die Veröffentlichung des entscheidenden US Nonfarm Payrolls (NFP) Berichts warten. Die Kassapreise handeln derzeit um die Marke von 1,1385 und bleiben nahe dem am Mittwoch erreichten Wochentief.
Aus technischer Sicht behält das Paar EUR/USD eine negative kurzfristige Tendenz unterhalb des 200-Perioden Exponential Moving Average (EMA) auf dem 4-Stunden-Chart bei. Hinzu kommt, dass die jüngste Erholung vom niedrigsten Stand seit Mai 2025 entlang eines aufwärts geneigten Kanals verläuft, der die Bildung eines bärischen Flaggenmusters darstellt.
Darüber hinaus deuten der Relative Strength Index (14) nahe 42,5 und ein leicht negatives Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Signal auf ein nachlassendes bullisches Momentum hin. Die Momentum-Indikatoren verstärken zusammen die kurzfristige bärische Aussicht und legen nahe, dass der Weg des geringsten Widerstands für das Paar EUR/USD weiterhin nach unten führt.
Das Paar EUR/USD hält sich knapp über der unteren Begrenzung des aufsteigenden parallelen Kanals bei 1,1366. Dies stellt jedoch nur eine vorläufige strukturelle Unterstützung dar, und ein überzeugender Bruch darunter würde den Weg für einen Rückgang öffnen. Die Kassapreise könnten dann darauf abzielen, das Jahrestief im Bereich von 1,1335-1,1330, das im Juni erreicht wurde, erneut zu testen.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am oberen Rand des aufsteigenden parallelen Kanals bei 1,1451, gefolgt von stärkerem Angebot am 200-Perioden EMA, der sich um 1,1522 konzentriert. Das Paar EUR/USD müsste diese Barrieren zurückerobern, um den breiteren bärischen Ton zu mildern und das technische Bild in eine konstruktivere Richtung zu verschieben.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
EUR/USD 4-Stunden-Chart
Nonfarm Payrolls - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Nonfarm Payrolls (NFP) sind ein zentraler Bestandteil des monatlichen Arbeitsmarktberichts des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics. Dieser Indikator misst die Veränderung der Beschäftigtenzahl im Vormonat, ausgenommen der Landwirtschaft, und gilt als entscheidender Wirtschaftsindikator für die US-Wirtschaft.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) können die Entscheidungen der Federal Reserve beeinflussen, da sie ein Maß dafür bieten, wie erfolgreich die Fed ihr Mandat erfüllt, nämlich die Förderung von Vollbeschäftigung und einer Inflationsrate von 2 %. Ein relativ hoher NFP-Wert bedeutet, dass mehr Menschen beschäftigt sind, mehr Geld verdienen und wahrscheinlich mehr ausgeben. Ein niedriger Wert könnte darauf hindeuten, dass Menschen Schwierigkeiten haben, Arbeit zu finden. Die Fed erhöht in der Regel die Zinsen, um hohe Inflation zu bekämpfen, die durch niedrige Arbeitslosigkeit entsteht, und senkt sie, um einen stagnierenden Arbeitsmarkt anzukurbeln.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) zeigen eine enge Korrelation mit dem US-Dollar. Höhere als erwartete Beschäftigungszahlen führen in der Regel zu einem Anstieg des Dollars, während schwächere Zahlen ihn unter Druck setzen. NFP-Daten beeinflussen den Dollar, da sie Hinweise auf Inflation, geldpolitische Entscheidungen und Zinserwartungen geben. Ein starker NFP-Bericht signalisiert, dass die Federal Reserve ihre straffe Geldpolitik fortsetzen könnte, was den Dollar stützt.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) stehen häufig in einer umgekehrten Beziehung zum Goldpreis. Steigen die Beschäftigungszahlen stärker als erwartet, wirkt sich dies in der Regel negativ auf den Goldpreis aus. Das liegt daran, dass ein Anstieg der NFP häufig den US-Dollar stärkt, und da Gold in US-Dollar gehandelt wird, wird es teurer, weniger Dollar für den Kauf einer Unze Gold zu benötigen. Zusätzlich sinkt bei höheren Zinsen, die oft von steigenden NFP unterstützt werden, die Attraktivität von Gold als Anlage im Vergleich zu Bargeld, das Zinsen abwirft.
Die Nonfarm Payrolls sind nur ein Teil eines umfassenderen Arbeitsmarktberichts und können von anderen Faktoren in den Hintergrund gedrängt werden. Oft kommt es vor, dass der Markt höhere als erwartete NFP-Zahlen ignoriert, wenn die durchschnittlichen Wochenverdienste gleichzeitig enttäuschen. In solchen Fällen wird der potenziell inflationstreibende Effekt der Hauptzahlen durch den Rückgang der Verdienste als deflationäres Signal gewertet. Auch die Erwerbsquote und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit können die Marktreaktion beeinflussen, allerdings nur in außergewöhnlichen Situationen wie der „Great Resignation“ oder der globalen Finanzkrise.
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