• EUR/USD gewinnt im frühen europäischen Handel am Donnerstag bis auf etwa 1,1370 an Boden. 
  • Der bärische Ausblick des wichtigen Paares bleibt unter dem wichtigen 100-Tage-SMA intakt, mit überverkauftem RSI-Momentum. 
  • Das erste zu beobachtende Unterstützungsniveau liegt bei 1,1350; die erste Aufwärtsbarriere wird bei 1,1411 gesehen. 

Das Paar EUR/USD handelt am Donnerstag im frühen europäischen Handel im positiven Bereich um 1,1370. Eine überraschend hawkische Botschaft von Kevin Warsh als neuem Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed) in der vergangenen Woche lässt Händler eine US-Zinserhöhung bereits im September einpreisen. Die Märkte könnten im weiteren Tagesverlauf vor dem wichtigen US-Bericht zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE) vorsichtiger werden. 

Es wird erwartet, dass der Gesamt-PCE im Mai im Jahresvergleich um 4,1 % steigt, gegenüber 3,8 % zuvor, während der Kern-PCE im Mai voraussichtlich um 3,4 % im Jahresvergleich zulegen wird, verglichen mit 3,3 % im April. Sollten die Berichte heißere als erwartete Ergebnisse zeigen, könnte dies die Erwartung von US-Zinserhöhungen im weiteren Jahresverlauf verstärken und den US-Dollar (USD) gegenüber dem Euro (EUR) stützen. 

Chartanalyse EUR/USD

Technische Analyse:

Im Tages-Chart setzt EUR/USD seinen Rückgang unter den 20-Tage-Bollinger Simple Moving Average fort und bleibt deutlich unter dem 100-Tage-Durchschnitt, was den übergeordneten Ton eindeutig bärisch hält. Der Kurs liegt nur leicht über der unteren Bollinger-Band-Unterstützung bei 1,1351, während der Relative Strength Index (14) bei 28,3 in den überverkauften Bereich rutscht, was auf überdehnte Abwärtsbedingungen hinweist, aber noch kein festes Rebound-Signal gibt.

Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung am unteren Bollinger Band bei etwa 1,1350, wobei ein nachhaltiger Durchbruch den Weg für weitere Verluste in Richtung der psychologischen Marke von 1,1300 öffnen würde. Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand am Tief vom 13. März bei 1,1411, auf dem Weg zum mittleren Bollinger Band der 20 Tage nahe 1,1530 und dem 100-Tage-Durchschnitt bei 1,1650. Nur eine Erholung über diese gestaffelte Widerstandszone würde den aktuellen bärischen Druck zu lindern beginnen.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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