• EUR/JPY handelt am Dienstag höher, unterstützt durch stabile Erwartungen an die Geldpolitik der Eurozone.
  • Investoren warten auf die vorläufigen Inflationsdaten der Eurozone vor der Entscheidung der Zentralbank.
  • In Japan halten Neuwahlen und Haushaltsdebatten den Druck auf den japanischen Yen aufrecht.  

EUR/JPY handelt am Dienstag zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 183,80, was einem Anstieg von 0,20 % im Tagesverlauf entspricht, angesichts der kontrastierenden Dynamik zwischen Europa und Japan.

Auf europäischer Seite erwarten die Märkte, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Einlagenzins bei 2 % belässt, da die Inflation in der Eurozone weitgehend nahe dem Zielwert von 2 % der Institution bleibt. Diese Erwartung wird durch die bevorstehende Verlangsamung der Gesamtinflation gestützt, die hauptsächlich durch energiebedingte Basiseffekte verursacht wird, die die EZB bereits als vorübergehend beschrieben hat.

Vor der geldpolitischen Entscheidung richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung des vorläufigen harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone für Januar am Mittwoch. Die Gesamtinflation wird voraussichtlich bei 1,7 % im Jahresvergleich liegen, nach 1,9 % im Dezember, während die Kerninflation, die die volatilsten Komponenten ausschließt, voraussichtlich stabil bei 2,3 % bleibt. Diese Zahlen würden den abwartenden Ansatz der Zentralbank unterstützen, ohne ein klares Signal für eine bevorstehende Änderung der Geldpolitik.

In Japan liegt der Fokus der Investoren größtenteils auf der Neuwahl, die für den 8. Februar angesetzt ist, nach der Auflösung des Unterhauses durch Premierministerin Sanae Takaichi. Ein entscheidender Sieg der Liberaldemokratischen Partei würde als Stärkung des Mandats des Premierministers angesehen, eine expansivere Fiskalpolitik zu verfolgen, was Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der öffentlichen Schulden Japans wieder aufwirft. Das Versprechen, die Mehrwertsteuer auf Lebensmittelprodukte für zwei Jahre auszusetzen, trägt ebenfalls zu den haushaltspolitischen Bedenken bei.

In der Zwischenzeit bleibt die übermäßige Schwäche des japanischen Yen (JPY) ein sensibles Thema für die Behörden. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama sagte am Dienstag, dass sie sich nicht dazu äußern würde, ob eine Intervention im Devisenmarkt stattgefunden habe, nachdem Berichte über eine sogenannte "Zinsprüfung" aufgetaucht waren, die kurzzeitig eine Korrekturbewegung in der Währung ausgelöst hatte. Sie bekräftigte, dass Japan weiterhin eng mit den US-Behörden koordinieren werde, im Einklang mit der gemeinsamen Erklärung von Japan und den USA, die im vergangenen September veröffentlicht wurde, und angemessen reagieren werde, falls erforderlich, wodurch die Interventionsrisiken fest im Blick der Investoren bleiben.

Schließlich zeigte das Summary of Opinions der Sitzung der Bank of Japan (BoJ) im Januar, dass die Entscheidungsträger über die zunehmenden Preisdruck aufgrund eines schwachen JPY debattierten, was einen hawkischen Ton unter einigen Vorstandsmitgliedern hervorhob. Dieser komplexe politische und geldpolitische Hintergrund in Japan belastet weiterhin die Währung, während relativ stabile Aussichten in der Eurozone Unterstützung für das Währungspaar EUR/JPY bieten.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.07% -0.12% 0.17% -0.09% -0.68% -0.46% -0.40%
EUR 0.07% -0.05% 0.20% -0.02% -0.61% -0.39% -0.33%
GBP 0.12% 0.05% 0.26% 0.03% -0.56% -0.34% -0.28%
JPY -0.17% -0.20% -0.26% -0.22% -0.81% -0.60% -0.53%
CAD 0.09% 0.02% -0.03% 0.22% -0.58% -0.37% -0.30%
AUD 0.68% 0.61% 0.56% 0.81% 0.58% 0.22% 0.28%
NZD 0.46% 0.39% 0.34% 0.60% 0.37% -0.22% 0.06%
CHF 0.40% 0.33% 0.28% 0.53% 0.30% -0.28% -0.06%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

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