- EUR/JPY schwächt sich, da Spekulationen über eine frühere Zinserhöhung in Japan den japanischen Yen stützen.
- Enttäuschende Stimmungsdaten aus Deutschland und der Eurozone belasten den Euro.
- Die Märkte bewerten divergierende geldpolitische Signale aus Tokio und Frankfurt bei erhöhter Volatilität.
EUR/JPY handelt am Dienstag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei etwa 181,23, was einem Rückgang von 0,40% im Tagesverlauf entspricht, nachdem es zwei aufeinanderfolgende Tage mit Gewinnen verzeichnete. Das Währungspaar steht unter Druck, da der japanische Yen (JPY) aufgrund steigender Erwartungen, dass die Bank of Japan (BoJ) die Zinssätze früher als zuvor erwartet erhöhen könnte, an Stärke gewinnt.
Kommentare des ehemaligen BoJ-Vorstandsmitglieds Seiji Adachi deuten darauf hin, dass eine Zinserhöhung bereits im April erfolgen könnte, wenn die eingehenden Daten einen solchen Schritt unterstützen, was die Erwartungen an eine Normalisierung der Geldpolitik verstärkt. BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda weist ebenfalls darauf hin, dass die regelmäßigen Gespräche mit Premierministerin Sanae Takaichi keine spezifischen geldpolitischen Anfragen beinhalteten, sondern sich auf die allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen konzentrierten. Auf dem Anleihemarkt trägt eine starke Rallye bei japanischen Staatsanleihen zur Erholung des JPY bei und hilft, die fiskalischen Risikoaufschläge im Zusammenhang mit inländischen politischen Bedenken zu reduzieren.
Die am Montag veröffentlichten japanischen makroökonomischen Daten zeigen ein gemischtes Bild. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im vierten Quartal um 0,1% im Vergleich zum Vorquartal, nach einem Rückgang von 0,7% im vorherigen Quartal, bleibt jedoch hinter den Markterwartungen zurück. Auf annualisierter Basis erreichte das Wachstum 0,2%, was deutlich unter den Prognosen liegt. Trotz der schwächeren Daten behält der japanische Yen einen festen Ton bei, da die Anleger auf die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik der Bank of Japan fokussiert sind.
Auf europäischer Seite sieht sich der Euro (EUR) Gegenwind durch schwächere als erwartete Vertrauensindikatoren. Der ZEW-Wirtschaftsstimmungsindex für Deutschland fiel im Februar auf 58,3 von 59,6 im Januar und verfehlte die Erwartungen auf eine größere Verbesserung. Auch der Index für die Eurozone verschlechterte sich. Darüber hinaus bestätigte der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) in Deutschland einen monatlichen Rückgang von 0,1% im Januar, während die jährliche Rate unverändert bei 2,1% blieb. Diese Zahlen halten die Spekulationen über weitere geldpolitische Lockerungen der Europäischen Zentralbank (EZB) am Leben.
Die Zentralbank kündigte dennoch eine Erweiterung des Zugangs zu ihrer Euro-Liquiditätsreserve für Zentralbanken weltweit an, ein Schritt, der darauf abzielt, die internationale Rolle der Gemeinschaftswährung zu stärken. Bei ihrem letzten Treffen erklärte die EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass die Inflationsprognose in einer "guten Lage" sei, während sie vor einer Überreaktion auf kurzfristige Volatilität warnte.
In diesem Umfeld bleibt die kurzfristige Richtung von EUR/JPY von sich ändernden Zinserwartungen in Japan und von der Sensibilität des Euros gegenüber eingehenden makroökonomischen Daten geprägt. Die Anleger passen weiterhin ihre Positionen als Reaktion auf Signale der Bank of Japan (BoJ) und der Europäischen Zentralbank (EZB) an, was das Währungspaar unter Abwärtsdruck hält.
Euro - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Britisches Pfund.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.13% | 0.39% | -0.28% | 0.05% | 0.14% | -0.17% | 0.08% | |
| EUR | -0.13% | 0.25% | -0.42% | -0.08% | 0.00% | -0.30% | -0.05% | |
| GBP | -0.39% | -0.25% | -0.66% | -0.34% | -0.24% | -0.55% | -0.30% | |
| JPY | 0.28% | 0.42% | 0.66% | 0.33% | 0.42% | 0.10% | 0.36% | |
| CAD | -0.05% | 0.08% | 0.34% | -0.33% | 0.09% | -0.23% | 0.03% | |
| AUD | -0.14% | -0.01% | 0.24% | -0.42% | -0.09% | -0.31% | -0.06% | |
| NZD | 0.17% | 0.30% | 0.55% | -0.10% | 0.23% | 0.31% | 0.25% | |
| CHF | -0.08% | 0.05% | 0.30% | -0.36% | -0.03% | 0.06% | -0.25% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
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