Die Ökonomen der UBS glauben, dass der EUR/GBP in den kommenden Monaten aufgrund der positiven Impfkampagne Großbritanniens nach unten marschieren wird und haben daher ihre Prognose für das Währungspaar gesenkt.
Deutliche Divergenz der Wachstumsaussichten zwischen Großbritannien und dem Euroraum
"In den nächsten zwei Quartalen könnte der EUR/GBP Unterstützung finden: Die verbleibende Unsicherheit um die Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien könnte das Paar bei etwa 0,83 stabilisieren, während der EUR/GBP bei einem synchronisierten globalen Wachstum später sogar die 0,80-Marke testen könnte. Auf der anderen Seite erwarten wir, dass 0,90 einen harten Widerstand nach oben darstellen wird."
"Ein Risikofaktor ist, dass sich das britische Wirtschaftswachstum stärker abschwächen könnte als derzeit prognostiziert, was eine stärkere Reaktion der politischen Entscheidungsträger erzwingen würde. Eine Verschlechterung der COVID-19-Dynamik könnte die Risikoaversion weiter verstärken und den EUR/GBP anheben."
"Mittel- bis längerfristig dürfte sich das GBP besser entwickeln als der EUR. Unterschiedliche Konjunkturpfade und die Haltung der Zentralbanken dürften das Pfund Sterling gegenüber dem Euro in den kommenden Monaten weiterhin begünstigen. Längerfristig wird die Bank of England weiterhin weniger Probleme haben, ihr Inflationsziel zu erreichen als die Europäische Zentralbank."
"Wir haben kürzlich unsere EUR/GBP-Prognosen für Ende Juni und September auf 0,85 (0,88) und unser Jahresendziel auf 0,84 (0,87) gesenkt. Darüber hinaus haben wir unsere Prognose für das 1. Quartal 22 auf 0,83 (0,87) gesenkt."
"Der Erfolg des Impfprogramms in Großbritannien bringt das Land auf den richtigen Weg, um in den kommenden Monaten die Pandemiebeschränkungen zu überwinden. In der EU könnte es zu einer leichten Verzögerung der Erholung kommen, die aber nicht entgleisen wird."
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