EUR/CHF hat sich seit Mitte Januar abgeschwächt. Die Abwärtsdynamik scheint jedoch nachzulassen, berichten die Ökonomen der Citi.
Hat der CHF seinen Tiefststand gegenüber dem EUR erreicht?
Es gibt eine Reihe von Gründen dafür, dass sich der CHF mittelfristig schlechter als der EUR entwickelt: (1) ein größeres EUR-CHF-Kurzfristzinsgefälle zugunsten des EUR, das bis weit in das Jahr 2024 andauern könnte, da die EZB den meisten anderen Zentralbanken, einschließlich der SNB, in einem Zinssenkungszyklus hinterherhinken dürfte; und (2) die EZB dürfte das Tempo ihrer Bilanzverkürzung im Vergleich zu den meisten anderen wichtigen Zentralbanken, einschließlich der SNB, beschleunigen.
Während die Zinsaussichten den EUR begünstigen dürften, wäre der Katalysator für eine nachhaltige Abwertung des CHF gegenüber dem EUR eine Belebung der Konjunkturerholung im Euroraum, die ihrerseits auf eine stärkere Erholung in China hindeutet. In dieser Hinsicht werden die Konjunkturmaßnahmen Chinas im Anschluss an die Sitzung des Politbüros im Juli mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden.
Es ist durchaus möglich, dass der CHF am 27. Juli seinen Tiefststand ggü. dem EUR bei 0,9523 erreicht hat und die Marke von 0,9500 eine solide Barriere darstellt, die weitere Kursgewinne des CHF verhindert.
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