DAX Futures zeigen Stärke und Schwäche zugleich – der Chart warnt


Die DAX Futures starten am Montag leicht im Plus in den Handel, doch von echter Entwarnung kann keine Rede sein. Zum Wochenstart steht der Future auf den deutschen Leitindex bei 25.628,5 Punkten und damit 0,22 % höher. Die aktuelle Tageskerze ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen.

Auf den ersten Blick sieht das gar nicht so schlecht aus. Der Markt stabilisiert sich, Käufer sind zumindest wieder da. Das Problem: Technisch liegt über den DAX Futures weiterhin ein ganzer Block wichtiger Widerstände.

Genau deshalb könnte der heutige Handel entscheidend werden.

Die kurzfristige Lage bleibt angeschlagen, solange der Kurs unter der 20-Tage-Linie bei 25.707,6 Punkten und der 50-Tage-Linie bei 25.924,0 Punkten notiert. Beide Marken liegen oberhalb des aktuellen Niveaus und bremsen damit jeden Erholungsversuch.

Langfristig sieht die Situation etwas besser aus. Die 200-Tage-Linie verläuft bei 24.923,2 Punkten und damit weiterhin deutlich unter dem aktuellen Kurs. Der übergeordnete Trend ist also noch nicht gebrochen.

Kurzfristig läuft es damit auf eine einfache Frage hinaus: Schaffen die DAX Futures jetzt die Rückkehr über die kurzfristigen Trendlinien oder kommt die nächste Verkaufswelle?

DAX
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DAX Futures treffen direkt auf eine harte Widerstandszone

Besonders spannend wird es zwischen 25.707 und 25.754 Punkten.

In diesem Bereich treffen gleich mehrere technische Hürden aufeinander. Dort verläuft zum einen die 20-Tage-Linie. Gleichzeitig liegt dort auch die Ichimoku-Wolke.

Solange die DAX Futures darunter bleiben, haben die Verkäufer technisch weiter einen Vorteil.

Genau diese Zone muss deshalb zurückerobert werden, wenn aus der aktuellen Stabilisierung mehr werden soll.

Auch beim MACD gibt es bislang noch kein überzeugendes Entwarnungssignal. Der Indikator steht bei -108,71 und damit knapp unter seiner Signallinie bei -108,15. Das Momentum bleibt folglich negativ.

Der RSI bei 46,63 zeichnet dagegen ein neutraleres Bild. Von einem überverkauften Markt kann keine Rede sein, gleichzeitig fehlt aber auch die Dynamik, die normalerweise hinter einer starken Aufwärtsbewegung steckt.

Unterm Strich passt das ziemlich gut zur aktuellen Lage: Der Markt ist nicht massiv überverkauft, aber eine echte Trendwende ist ebenfalls noch nicht zu erkennen.

Diese Marke darf jetzt nicht fallen

Kurzfristig richtet sich der Blick deshalb vor allem auf 25.577 Punkte.

Dort liegt eine wichtige Fibonacci-Unterstützung, die bislang hält.

Und genau diese Marke könnte über die nächste größere Bewegung entscheiden.

Bleiben die DAX Futures darüber, ist eine Gegenbewegung weiterhin möglich. Fällt die Unterstützung dagegen nachhaltig, dürfte der Verkaufsdruck schnell wieder zunehmen.

Dann wäre zunächst die Zone um 25.300 Punkte das nächste Ziel.

Darunter wird es deutlich ernster.

Die 200-Tage-Linie verläuft bei 24.923 Punkten. Fast auf demselben Niveau liegt mit 24.904 Punkten auch das 38,2-%-Fibonacci-Retracement.

Damit entsteht knapp unter 25.000 Punkten eine ausgesprochen wichtige Unterstützungszone.

Auf der Oberseite sieht es genau umgekehrt aus.

Über 25.707 bis 25.754 Punkten wartet bereits bei 25.924 Punkten die nächste Hürde. Dort verläuft die 50-Tage-Linie.

Erst ein Ausbruch über diese Marke würde das kurzfristige Bild deutlich verbessern.

Danach rücken 26.200 Punkte ins Blickfeld. Noch wichtiger wäre anschließend das letzte Hoch bei 26.665 Punkten.

Diese Marke bleibt die zentrale Ausbruchszone, wenn die DAX Futures wieder in einen stärkeren Aufwärtstrend zurückfinden wollen.

Warum es heute schnell gehen kann

Wer aktuell auf den DAX Futures unterwegs ist, sollte eines nicht unterschätzen: Die Schwankungen bleiben hoch.

Der ATR(14) liegt bei 280,31 Punkten.

Damit sind Tagesbewegungen von mehreren hundert Punkten derzeit völlig normal.

Das ist wichtig, weil kleinere Bewegungen innerhalb eines Handelstages schnell dramatischer aussehen können, als sie technisch tatsächlich sind.

Gerade deshalb sollte heute nicht jede Bewegung über oder unter eine einzelne Marke sofort überbewertet werden.

Entscheidend werden die Schlusskurse.

Die aktuelle Tageskerze ist noch offen. Ein kurzer Sprung über einen Widerstand oder ein vorübergehender Bruch einer Unterstützung ist technisch deutlich weniger wert als ein bestätigter Tagesschluss.

So könnte das bullische Szenario aussehen

Für Käufer bleibt 25.577 Punkte zunächst die wichtigste Marke.

Wenn sich die DAX Futures dort stabilisieren, wäre eine kurzfristige Gegenbewegung in Richtung 25.924 Punkte möglich.

Darüber würde 26.200 Punkte in den Fokus rücken.

Dieses Szenario bleibt allerdings aggressiv.

Der Grund ist einfach: Der kurzfristige Trendfilter zeigt weiterhin nach unten. Solange der Kurs unter der 20- und 50-Tage-Linie liegt, handelt es sich eher um einen Rebound als um eine bestätigte Trendwende.

Deutlich interessanter würde die Lage erst bei einem Tagesschluss über 25.924 Punkten.

Dann wäre die 50-Tage-Linie zurückerobert.

In diesem Fall könnten 26.200 und anschließend 26.665 Punkte die nächsten Ziele werden.

Erst dann würde sich das technische Gesamtbild wieder sichtbar zugunsten der Käufer verschieben.

Das wäre das gefährliche Signal

Auf der anderen Seite bleibt das Abwärtsrisiko real.

Scheitern die DAX Futures erneut im Bereich zwischen 25.707 und 25.754 Punkten, wäre das ein weiteres Zeichen dafür, dass die kurzfristigen Verkäufer weiter die Kontrolle behalten.

Dann dürfte 25.577 Punkte erneut getestet werden.

Fällt auch diese Marke, wäre der Weg in Richtung 25.300 Punkte offen.

Noch problematischer wäre ein Tagesschluss unter 25.250 Punkten.

Das wäre eine deutlich stärkere Bestätigung des bestehenden Abwärtsdrucks.

In diesem Fall würde die 200-Tage-Linie bei 24.923 Punkten schnell ins Zentrum rücken. Darunter läge bei 24.361 Punkten bereits die nächste größere Zielzone.

Genau darin liegt aktuell die Spannung im Chart.

Die DAX Futures sitzen zwischen einer wichtigen Unterstützung auf der Unterseite und mehreren dicht gestaffelten Widerständen auf der Oberseite.

Viel Platz bleibt nicht.

Mein Fazit

Die DAX Futures haben sich am Morgen zwar leicht erholt, technisch bleibt die Lage aber fragil.

Solange der Kurs unter 25.924 Punkten liegt, ist der kurzfristige Vorteil eher bei den Verkäufern.

Die wichtigste Marke auf der Unterseite ist jetzt 25.577 Punkte.

Hält diese Unterstützung, bleibt eine Gegenbewegung möglich. Fällt sie, rücken 25.300 und anschließend die 200-Tage-Linie bei 24.923 Punkten in den Mittelpunkt.

Auf der Oberseite braucht es dagegen mehr als nur ein paar grüne Punkte.

Ein Tagesschluss über 25.924 Punkten wäre das erste überzeugendere Signal. Erst oberhalb von 26.200 Punkten würde sich das technische Bild deutlich verbessern.

Für heute heißt das deshalb vor allem: Nicht auf jede Bewegung springen. Die entscheidenden Signale dürften erst mit dem Schlusskurs kommen.

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