Dies ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte nach der Zinsentscheidung der BoC am Mittwoch.
- Die Bank von Kanada hielt ihren Leitzins wie erwartet bei 2,25% und verstärkte damit eine vorsichtige Abwarteshaltung angesichts anhaltender Unsicherheiten.
- Über den kurzfristigen Zeitraum hinaus bleibt die Wachstumsprognose schwach: Das BIP für 2026 bleibt bei 1,1%, mit einer drastischen Herabstufung auf null Wachstum in der Aktivität im vierten Quartal.
- Die Inflationsprognosen wurden nach unten korrigiert, wobei der Verbraucherpreisindex (VPI) nun im Durchschnitt bei 2,0% für 2026 gesehen wird, während die Schätzungen für den neutralen Zinssatz unverändert bei 2,25%–3,25% blieben.
- Gouverneur Tiff Macklem schlug einen nüchternen Ton in Bezug auf den Handel an und warnte, dass die Anpassung an die US-Zölle langfristig sein wird und dass die Ära des offenen, regelbasierten Handels mit den USA effektiv vorbei ist.
- Macklem hob die zunehmenden geopolitischen Risiken hervor, erkannte den Rückgang der sicheren Hafenrolle des US-Dollars an und betonte die entscheidende Notwendigkeit, die Unabhängigkeit der Federal Reserve zu wahren.
Bank of Canada - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Bank of Canada steuert die kanadische Geldpolitik und ist für die Festlegung der Zinssätze verantwortlich. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, was durch eine Inflationsrate zwischen 1 % und 3 % erreicht werden soll.
In außergewöhnlichen Situationen kann die Bank of Canada auf das Instrument der quantitativen Lockerung (QE) zurückgreifen. Dabei druckt die BoC Kanadische Dollar, um Vermögenswerte – meist Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten zu kaufen. Diese Maßnahme führt in der Regel zu einer Schwächung des CAD und wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Preisstabilität zu gewährleisten. Während der Finanzkrise 2009-2011 nutzte die BoC QE, um den eingefrorenen Kreditmarkt zu stabilisieren.
Quantitative Straffung (QT) beschreibt den Prozess, bei dem die Bank of Canada ihre Anleihekäufe reduziert, was tendenziell den kanadischen Dollar stärkt.
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