• AUD/USD rutscht ab, da die Verbraucherinflationserwartungen Australiens im Januar von 4,7% auf 4,6% sinken.
  • Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im November um 0,6% auf 735,9 Milliarden USD und übertrafen die Erwartungen nach einem Rückgang von 0,1% im Oktober.
  • Morgan Stanley verschob die Erwartungen für Zinssenkungen von Januar und April auf Juni und September nach starken Arbeitsmarktdaten.

AUD/USD gibt nach, nachdem es in der vorherigen Sitzung leichte Gewinne verzeichnete, und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag um 0,6680. Das Paar verliert an Boden, nachdem die Verbraucherinflationserwartungen Australiens veröffentlicht wurden. Der Wert für Januar sank von 4,7% im Vormonat auf 4,6% und deutet darauf hin, dass die Haushalte weiterhin mit erhöhten Preisdruck rechnen.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beließ den Leitzins im Dezember zum dritten Mal in Folge bei 3,6%. Die Entscheidungsträger räumten ein, dass die Inflation im Vergleich zu ihrem Höchststand von 2022 deutlich gesunken ist, obwohl die jüngsten Daten auf eine erneute Dynamik hindeuten. Die Gesamtinflation verlangsamte sich im November auf 3,4% im Jahresvergleich, den niedrigsten Stand seit August, bleibt jedoch über dem Zielbereich von 2–3% der RBA.

Das US Census Bureau berichtete am Mittwoch, dass die Einzelhandelsumsätze im November um mehr als erwartet auf 735,9 Milliarden USD stiegen, was einem Anstieg von 0,6% entspricht, nach einem Rückgang von 0,1% im Oktober und damit die Markterwartungen von 0,4% übertraf. In der Zwischenzeit kam der Erzeugerpreisindex (EPI) im November stark, wobei sowohl die Gesamt- als auch die Kernmessungen 3% im Jahresvergleich (YoY) erreichten. Händler werden später am Donnerstag den wöchentlichen Bericht über die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sowie die Äußerungen von Vertretern der Federal Reserve beobachten.

Die letzte Woche veröffentlichten Daten zeigten, dass die US-Arbeitslosenquote im Dezember auf 4,4% gesunken ist. Zusammen stärken diese Veröffentlichungen die Argumentation für die US-Notenbank (Fed), die Zinssätze in den nächsten Monaten unverändert zu lassen, was potenziell den US-Dollar (USD) unterstützen könnte. Analysten von Morgan Stanley haben daraufhin ihre Erwartungen für Zinssenkungen von Januar und April auf Juni und September verschoben, nach dem Arbeitsmarktbericht vom Freitag.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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