- AUD/JPY gewinnt am Freitag in der frühen europäischen Sitzung auf rund 112,80 an Boden.
- Die Kreuzung behält unter dem 100-Tage-SMA einen bärischen Ton bei.
- Die erste Hürde auf der Oberseite liegt bei 113,20; die erste zu beobachtende Unterstützung befindet sich bei 111,80.
Die AUD/JPY-Kreuzung wird am Freitag in den frühen europäischen Handelsstunden im positiven Bereich nahe 112,80 gehandelt. Das Aufwärtspotenzial für die Kreuzung könnte jedoch begrenzt sein, da Händler ihre Wetten auf eine Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) aufstockten und damit den japanischen Yen (JPY) stützten.
Das Vorstandsmitglied der BoJ, Hajime Takata, sagte am Mittwoch, dass die Zentralbank Zinserhöhungen flexibel durchführen sollte, um dem zunehmenden Inflationsdruck entgegenzuwirken, anstatt sich an einen festen halbjährlichen Rhythmus zu halten, den die Märkte erwarten. Analysten gehen davon aus, dass die japanische Zentralbank bei ihrer Sitzung am 17. bis 18. September hawkischer auftreten könnte als bisher erwartet.
"Das fühlt sich weniger wie ein Short Squeeze an und mehr wie eine vorsichtige Neubewertung eines hawkischeren BoJ-Kurses durch den Markt," sagte Masahiko Loo, Senior Fixed Income Strategist bei State Street Investment Management in Tokio. "Die Märkte beginnen endlich, die Vorstellung zu akzeptieren, dass Japan die geldpolitische Normalisierung bis 2027 fortsetzen könnte," fügte Loo hinzu.
Yen-Ausblick gedämpft, da BNY die Wirkung von Interventionen allein infrage stellt
Strategen bei BNY warnen, dass sie trotz der jüngsten offiziellen Maßnahmen "weiterhin skeptisch sind, dass die japanischen Behörden durch Interventionen allein eine nachhaltige Aufwertung des JPY erreichen können." Sie argumentieren, dass die Haltung der Regierung "weiterhin reflationär" sei und dass "das heutige Umfeld sich stark von der frühen Abenomics-Phase unterscheidet: Die Inflation ist bereits deutlich höher und strukturelle Reformen stehen weniger im Vordergrund." Dennoch betont BNY, dass dies nicht automatisch eine weitere Schwäche der Währung bedeute, und merkt an, dass "dies nicht bedeutet, dass der Yen weiter schwächer werden muss."
Technische Analyse: AUD/JPY bleibt unter dem 100-Tage-SMA gedeckelt
Im Tageschart zeigt AUD/JPY kurzfristig einen bärischen Ton, da das Paar unter den 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) und das mittlere Bollinger Band rutscht. Diese Positionierung deutet darauf hin, dass Erholungen durch das Cluster der darüberliegenden Durchschnitte begrenzt werden, während der Relative Strength Index (14) um 45 auf nachlassendes Aufwärtsmomentum statt auf klar überverkaufte Bedingungen hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 100-Tage-SMA um 113,20, dicht gefolgt vom mittleren Bollinger Band nahe 113,40. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Niveaus wäre erforderlich, um den aktuellen Abwärtsdruck zu verringern, wobei das obere Bollinger Band nahe 115,05 als weiter entfernte Begrenzung fungiert.
Auf der Unterseite dient das untere Bollinger Band, das nun bei etwa 111,80 liegt, als nächste wichtige Unterstützungszone. Weitere Verkäufe unter dieses Niveau könnten das Tief vom 3. Juli bei 111,33 freilegen, gefolgt vom Tief vom 4. August bei 110,01.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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