- AUD/JPY zieht am Dienstag in der asiatischen Sitzung einige Käufer in der Nähe von 108,85 an.
- Die RBA hat ihren OCR wie erwartet um 25 Basispunkte auf 3,85 % bei ihrer Sitzung im Februar angehoben.
- Die neuesten Kommentare von Japans Katayama könnten helfen, die Verluste des Japanischen Yen zu begrenzen.
Das AUD/JPY-Cross steigt am Dienstag während der asiatischen Handelsstunden auf etwa 108,85. Der Australische Dollar (AUD) stärkt sich gegenüber dem Japanischen Yen (JPY) nach der Zinssatzentscheidung der Reserve Bank of Australia (RBA). Die Händler werden am Dienstag um 16:30 GMT auf die Pressekonferenz der RBA achten, um weitere Hinweise auf die Zinsaussichten zu erhalten.
Wie allgemein erwartet, hat die RBA die Zinsen zum ersten Mal seit über zwei Jahren angehoben. Die australische Zentralbank beschloss, den Official Cash Rate (OCR) um 25 Basispunkte (bps) von 3,60 % auf 3,85 % bei ihrer ersten Sitzung des Jahres am Dienstag zu erhöhen.
RBA-Gouverneurin Michele Bullock wird später am Tag eine Pressekonferenz abhalten, um die geldpolitische Entscheidung zu erläutern. Jegliche hawkischen Äußerungen von Entscheidungsträgern könnten den Aussie kurzfristig gegenüber dem Japanischen Yen stärken.
Der japanische Premierminister Sanae Takaichi hat für den 8. Februar eine vorgezogene Parlamentswahl gefordert. Politische Unsicherheit vor der vorgezogenen Wahl und fiskalische Bedenken im Zusammenhang mit Takaichis reflationären Politiken könnten den JPY gegenüber dem AUD belasten.
Andererseits könnten Interventionserwartungen von japanischen Behörden dem Japanischen Yen Unterstützung bieten und als Gegenwind für das Cross wirken. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama sagte am Dienstag, dass sie weiterhin eng mit den US-Behörden koordinieren werde, falls erforderlich, basierend auf einer gemeinsamen Erklärung von Japan und den USA, die im September letzten Jahres veröffentlicht wurde, und angemessen reagieren werde. Katayama verteidigte auch Takaichis jüngste Kommentare und hob die Vorteile eines schwächeren JPY hervor, indem sie erklärte, dass der Premierminister auf die Auswirkungen eines schwachen JPY auf die Wirtschaft hingewiesen habe.
RBA - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Reserve Bank of Australia (RBA) legt die Geldpolitik des Landes fest und strebt eine Inflationsrate von 2-3 % an. Zinssatzerhöhungen stärken in der Regel den australischen Dollar, während Zinssenkungen ihn schwächen.
Traditionell galt Inflation als nachteilig für Währungen, da sie den Wert des Geldes mindert. In modernen Volkswirtschaften hat sich jedoch gezeigt, dass moderate Inflation zu Zinserhöhungen durch Zentralbanken führt, was wiederum Kapitalzuflüsse aus dem Ausland anzieht. Investoren suchen nach höheren Renditen, was die Nachfrage nach der lokalen Währung – im Fall Australiens den Australischen Dollar – stärkt.
Makroökonomische Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Einkaufsmanagerindex (PMI) haben direkten Einfluss auf die Währungen eines Landes. Eine starke Wirtschaft zieht Kapital an und stärkt die heimische Währung.
Quantitative Lockerung (QE) ist ein geldpolitisches Instrument, das in Krisenzeiten eingesetzt wird, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Kreditvergabe in der Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die Reserve Bank of Australia (RBA) nutzt QE, indem sie australische Dollar druckt, um damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten aufzukaufen. Damit wird den Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Eine solche Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des australischen Dollars.
Quantitative Straffung (QT) stellt das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) dar und wird eingeleitet, sobald sich die Wirtschaft erholt und die Inflation wieder anzieht. Während die Reserve Bank of Australia (RBA) im Rahmen der QE Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft, um den Finanzmärkten Liquidität zuzuführen, beendet sie bei QT diese Käufe und reinvestiert nicht in fällige Anleihen. Diese geldpolitische Maßnahme wird in der Regel als positiv für den australischen Dollar bewertet.
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Das sollten Sie am Dienstag, den 3. Februar, im Blick behalten:
Das US Bureau of Labor Statistics (BLS) hat die Märkte am Montag darüber informiert, dass die für Freitag geplante Veröffentlichung des neuesten Datenpakets zu den Nonfarm Payrolls (NFP) ausgesetzt wird, bis die Bundesbehörden ihren Betrieb wieder aufnehmen.