Cardano (ADA) hat in der vergangenen Woche eine starke Rallye hingelegt, doch inzwischen scheint die Aufwärtsdynamik zu bröckeln. Am Dienstagvormittag notiert ADA bei rund 0,78 US-Dollar – ein Minus von knapp 3,6 %. Viele Anleger dürften nach dem satten Kursanstieg von rund 19 % der letzten Tage ihre Gewinne sichern. Das zeigen auch neue On-Chain-Daten: Alte Wallets, die über längere Zeit inaktiv waren, bewegen plötzlich wieder ADA – oft ein Zeichen dafür, dass langjährige Halter verkaufen (wollen). Sollte ein größerer Teil dieser Coins auf Börsen landen, dürfte das den Verkaufsdruck weiter erhöhen. Aus technischer Sicht rückt jetzt eine wichtige Unterstützungszone in den Fokus: 0,71 US-Dollar – exakt dort verläuft aktuell die 200-Tage-Linie.

Profitmitnahmen und Wallet-Aktivität nehmen zu

Ein Blick auf die Datenplattform Santiment zeigt: ADA-Anleger realisieren derzeit auffällig viele Gewinne. Der sogenannte Network Realized Profit/Loss (NPL) misst, wie viel Gewinn oder Verlust beim tatsächlichen Verkauf über das Netzwerk hinweg entsteht. Ein starker Anstieg in diesem Indikator – wie am Montag – deutet darauf hin, dass viele Investoren jetzt Gewinne mitnehmen. Genau das passiert gerade.

CARDANO

Ebenfalls beunruhigend ist der starke Ausschlag beim „Age Consumed“-Indikator. Der misst, wie viele alte ADA-Coins – also solche, die lange nicht bewegt wurden – plötzlich transferiert werden. Historisch gesehen gingen solche Ausschläge bei Cardano häufig mit lokalen Hochpunkten einher, gefolgt von Kursrückgängen. Denn wenn langjährige Halter Coins an Börsen schicken, ist das oft ein Hinweis auf Verkaufsabsichten. Der jüngste Anstieg am Montag war der höchste seit Mitte April – ein klares Warnsignal.

Cardano

Der Markt wird vorsichtiger – Trader setzen zunehmend auf fallende Kurse

Auch die Stimmung unter aktiven Tradern kippt. Das Long-zu-Short-Verhältnis bei ADA liegt aktuell bei 0,84 – der niedrigste Wert seit über einem Monat. Das bedeutet: Es gibt derzeit mehr Positionen, die auf fallende Kurse setzen, als auf steigende. So etwas spricht in der Regel für eine zunehmende Vorsicht und einen eher skeptischen Ausblick.

Cardano

Technische Lage: Widerstand bei 0,84 Dollar, wichtige Unterstützung bei 0,71 Dollar

Charttechnisch betrachtet ist der kurzfristige Trend nicht mehr ganz so klar aufwärtsgerichtet wie noch vor ein paar Tagen. Zwar konnte ADA am Donnerstag die wichtige 200-Tage-EMA bei 0,71 US-Dollar überwinden und bis Samstag über 25 % zulegen. Doch in der Nähe von 0,84 US-Dollar war Schluss – dort verläuft nicht nur ein horizontaler Widerstand, sondern auch das 50-%-Fibonacci-Retracement (ausgehend vom Hoch bei 1,17 Dollar Anfang März bis zum Tief bei 0,51 Dollar Anfang April).

ADA

Am Dienstagvormittag pendelt ADA wieder knapp darunter. Sollte sich die aktuelle Schwäche fortsetzen, dürfte der Kurs erneut auf 0,71 US-Dollar zurückfallen. Das wäre dann der erste echte Härtetest für die Bullen.

Ein weiterer Hinweis auf eine mögliche Korrektur: der Relative Strength Index (RSI). Der lag am Wochenende noch bei 70 – also im überkauften Bereich – wurde dort aber abgewiesen und fiel auf aktuell 61. Sollte der RSI weiter abrutschen und unter die neutrale Marke von 50 fallen, wäre das ein deutliches Zeichen für nachlassenden Kaufdruck – und würde die Wahrscheinlichkeit eines Kursrückgangs weiter erhöhen.

Noch ist aber nichts entschieden. Sollte es ADA gelingen, die Marke von 0,84 US-Dollar nachhaltig zu überwinden und auf Tagesschlussbasis zu halten, könnte sich die Aufwärtsbewegung fortsetzen. Das nächste Kursziel läge dann bei 0,92 US-Dollar – dort verläuft das 61,8-%-Fibonacci-Niveau.

Fazit: Die Rallye stockt – Entscheidung naht

Cardano hat in den letzten Tagen kräftig zugelegt, doch im Moment scheint der Schwung raus zu sein. On-Chain-Daten und Trader-Sentiment deuten klar auf eine zunehmende Vorsicht hin. Wenn die Unterstützung bei 0,71 US-Dollar hält, wäre das ein starkes Signal. Aber bricht sie, könnte sich die Korrektur beschleunigen. Umgekehrt würde ein Sprung über 0,84 US-Dollar neue Dynamik bringen. Für Anleger gilt jetzt: beobachten, nicht überstürzen – denn der Markt steht an einem möglichen Wendepunkt.


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