Die Krypto-Märkte haben am Montag spürbar aufgeatmet. Auslöser war eine Nachricht, die so kaum jemand erwartet hatte: US-Präsident Donald Trump sprach öffentlich von einer möglichen Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine – und das ausgerechnet nach einem längeren Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin.
Über seine Plattform Truth Social erklärte Trump, das Gespräch habe rund zwei Stunden gedauert und sei "sehr gut verlaufen". Er kündigte an, dass Russland und die Ukraine "sofort Verhandlungen über einen Waffenstillstand – und, noch wichtiger, ein Ende des Krieges – beginnen" würden.
Trump zeigte sich überzeugt, dass Russland großes Interesse daran habe, nach einem Kriegsende umfangreiche Handelsbeziehungen mit den USA aufzubauen. Auch für die Ukraine sieht er enormes Potenzial – insbesondere beim Wiederaufbau, der internationalen Hilfe und künftigen Wirtschaftskooperationen.
Laut Trump wurde nach dem Telefonat eine ganze Reihe internationaler Spitzenpolitiker informiert, darunter der ukrainische Präsident Selenskyj, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Frankreichs Präsident Macron, Italiens Regierungschefin Meloni, CDU-Chef Friedrich Merz und Finnlands Präsident Stubb. Zudem erklärte Trump, der Vatikan habe Interesse bekundet, als Gastgeber für mögliche Friedensgespräche zu fungieren: "Lasst den Prozess beginnen", schrieb er abschließend.
Kryptos drehen nach anfänglicher Schwäche ins Plus
Die Nachricht sorgte noch am selben Tag für neue Zuversicht an den Finanzmärkten – auch im Kryptobereich. Nachdem Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Cardano (ADA) in der asiatischen Handelssitzung zunächst Verluste hinnehmen mussten, drehte sich die Stimmung mit Beginn des US-Handels. Der Grund: Ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs würde geopolitische Risiken entschärfen – und das befeuert grundsätzlich risikofreudigere Anlageklassen wie Kryptowährungen.
Wie geht es jetzt weiter?
Ob sich daraus eine echte Aufwärtsbewegung entwickelt, hängt nun davon ab, wie glaubwürdig und konkret die Ankündigungen Trumps in den kommenden Tagen untermauert werden. Bestätigen Russland und die Ukraine, dass Gespräche wirklich anlaufen – womöglich sogar im Vatikan – könnte das eine neue Dynamik in den Markt bringen. Bitcoin könnte dann durchaus wieder in Richtung seines bisherigen Allzeithochs bei rund 109.588 US-Dollar steigen. Auch Altcoins wie Ethereum und Solana (SOL) dürften davon profitieren.
Allerdings bleibt das Ganze ein Drahtseilakt. Sollte sich die Lage wieder zuspitzen oder sollten neue Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Verhandlungen aufkommen, könnte die aktuelle Erholung schnell wieder in sich zusammenfallen. Der Markt reagiert derzeit hochsensibel – sowohl auf positive als auch auf enttäuschende Signale.
Fazit
Der Kryptomarkt zeigt einmal mehr, wie eng politische Entwicklungen und Preisbewegungen miteinander verknüpft sind. Trumps Aussage über einen möglichen Waffenstillstand hat kurzfristig für Erleichterung gesorgt – und könnte, wenn sich die Hoffnung auf echte Verhandlungen bestätigt, noch deutlich stärkere Impulse geben. Aber genauso gut kann sich die Lage wieder drehen. Anleger sollten also genau hinschauen, was in den nächsten Tagen auf diplomatischer Ebene passiert. Die Chancen sind da – aber die Risiken ebenso.
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