Solana (SOL) sendet am Mittwoch dezente bullische Signale und notiert über der Marke von 220 US-Dollar. Der kurzfristige Ausblick für den Smart-Contract-Token ähnelt dem des breiteren Kryptomarktes, der sich nach der Korrektur vom Dienstag insgesamt wieder erholt.
Bullen scheinen entschlossen, Kursgewinne in Richtung des Widerstands bei 250 US-Dollar anzustreben – gestützt durch die „Uptober“-Stimmung und die Hoffnung auf die Genehmigung zugehöriger börsengehandelter Fonds (ETFs) durch die US-Börsenaufsicht SEC. Ein kontinuierlicher Rückgang der On-Chain-Aktivität mahnt Anleger jedoch zur Vorsicht, da sich erzielte Gewinne möglicherweise nur schwer behaupten lassen.
Bewertung der On-Chain-Aktivität von Solana
Der in Solanas DeFi-Protokollen hinterlegte Gesamtwert (Total Value Locked, TVL) ist in den vergangenen 24 Stunden um mehr als 3 Prozent gesunken und spiegelt die kurzfristig rückläufige Stimmung im Ökosystem wider.
Der TVL, der den Gesamtwert aller in Smart Contracts hinterlegten Coins abbildet, lag am Mittwoch bei durchschnittlich 12,48 Milliarden US-Dollar, nach 12,91 Milliarden am Dienstag. Anleger ziehen ihre Vermögenswerte üblicherweise aus Staking-Verträgen ab, wenn sie handeln oder verkaufen wollen. Ein anhaltender Rückgang des TVL deutet darauf hin, dass das Vertrauen in das Ökosystem nachlässt – ein grundsätzlich bärisches Signal.

Ein kontinuierlicher Rückgang der aktiven Adressen auf der Solana-Blockchain seit Ende Mai verstärkt den negativen Ausblick. Laut wöchentlicher DefiLlama-Daten liegt die Zahl der aktiven Adressen, die Vermögenswerte senden oder empfangen, derzeit bei 6,2 Millionen – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 33,33 Millionen in der Woche vom 19. bis 25. Mai. Ein solch starker Rückgang deutet auf geringere Nutzeraktivität und sinkende Nachfrage nach SOL hin.

Auch die Zahl der Transaktionen im Solana-Netzwerk ist in den vergangenen Wochen rückläufig. Nach Daten von DefiLlama beläuft sich die Zahl der Transaktionen in der Woche vom 6. bis 12. Oktober bislang auf 173,72 Millionen, ein stetiger Rückgang gegenüber 613,14 Millionen in der Woche vom 21. bis 27. Juli.

Mit der weiter abnehmenden On-Chain-Aktivität dürfte es für Bullen schwieriger werden, den Aufwärtstrend zu halten. Anleger sollten daher mit erhöhter Volatilität rechnen – etwa in Phasen, in denen der Solana-Kurs kurzzeitig ausbricht, Gewinne aber mangels On-Chain-Unterstützung wieder abgibt.
Technischer Ausblick: Kann Solana seine kurzfristige Unterstützung verteidigen?
Solana bewegt sich aktuell zwischen der Unterstützung durch den 200-Perioden-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 218 US-Dollar und dem Widerstand des 100-Perioden-EMA bei 222 US-Dollar im Vier-Stunden-Chart.
Der Relative Strength Index (RSI) hat sich nach einem Rückgang auf 35 wieder auf 42 erholt und stützt damit den kurzfristigen Aufwärtstrend. Ein Anstieg über die Mittellinie würde die bullische Dynamik weiter untermauern und die Chancen erhöhen, dass SOL die Widerstände bei der 100-Perioden-Linie (222 US-Dollar) und der 50-Perioden-Linie (224 US-Dollar) überwindet.

Trader beobachten zudem, ob der Kurs im Vier-Stunden-Chart den allgemeinen Abwärtstrend überwinden kann, um weiteres Aufwärtspotenzial bis zur psychologisch wichtigen Marke von 250 US-Dollar zu bestätigen. Dennoch bleibt ein Rückfall unter die 200-Perioden-Unterstützung bei 218 US-Dollar möglich, wobei die Zone um 204 US-Dollar als potenzieller Unterstützungsbereich gilt.
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