Shiba Inu (SHIB) setzt seinen Abwärtstrend auch am Freitag fort. Schon in dieser Woche hat der Meme-Coin fast 5 % an Wert verloren – und es sieht ganz danach aus, als wäre das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Denn sowohl die technischen Signale als auch die Blockchain-Daten deuten klar auf weitere Verluste hin. Was steckt dahinter? Und warum steigt ausgerechnet jetzt der Verkaufsdruck?

Die Antwort liegt in einer explosiven Mischung aus geopolitischen Spannungen, sinkendem Anlegervertrauen und einem deutlich eingetrübten Sentiment am Kryptomarkt. Vor allem eines wird deutlich: Die Risikobereitschaft der Investoren nimmt rapide ab – und darunter leiden spekulative Coins wie SHIB besonders.

Iran, Israel und Trump: Ein Umfeld, das für Verunsicherung sorgt

Die Weltlage ist angespannt. Der eskalierende Krieg zwischen Iran und Israel sorgt seit über einer Woche für Unsicherheit – nicht nur an den traditionellen Finanzmärkten, sondern auch bei Kryptowährungen. Gleichzeitig herrscht Unklarheit über mögliche neue Handelssanktionen und Zölle unter dem aktuellen US-Präsidenten Donald Trump. Die Folge: Anleger meiden zunehmend alles, was spekulativ ist. Und genau hier wird es für Shiba Inu gefährlich.

Denn Meme-Coins wie SHIB leben vom Hype – und wenn der verschwindet, geraten sie schnell ins Wanken.

On-Chain-Daten schlagen Alarm: Anleger werfen SHIB über Bord

Dass die Nervosität zunimmt, zeigen auch die Blockchain-Daten. Die Analyseplattform Santiment meldet einen massiven Einbruch beim „Netzwerk-Realisierter Gewinn/Verlust“-Wert. Zwischen Sonntag und Montag fiel dieser Wert von -346.000 auf satte -211,2 Millionen. Das ist der größte Rückgang seit März 2024 – und ein klares Zeichen dafür, dass viele Anleger aktuell Verluste realisieren. Heißt im Klartext: Sie verkaufen – und zwar nicht aus Überzeugung, sondern aus Angst.

SHI

Auch ein anderer Wert lässt aufhorchen: Die Zahl der großen Wallets – also der sogenannten „Wale“ – ist rückläufig. Sowohl bei Adressen mit 100.000 bis 1 Million SHIB als auch bei den ganz großen Wallets mit 10 bis 100 Millionen Tokens geht die Zahl der Halter zurück. Zwischen Mittwoch und Freitag ist diese Gruppe deutlich geschrumpft. Und das ist selten ein gutes Zeichen.

Technisch angeschlagen – Shiba Inu steht vor der nächsten Kippe

Die technische Lage macht es nicht besser. SHIB ist am 13. Juni an der 50-Tage-Linie gescheitert – gleichzeitig auch am Widerstand einer fallenden Trendlinie, die sich seit Mitte Mai aufgebaut hat. Von dort aus ging es fast 14 % nach unten, ehe sich am Mittwoch eine kleine Gegenbewegung zeigte. Aktuell aber dümpelt der Kurs wieder gefährlich nahe an der nächsten wichtigen Unterstützung bei 0,000011 US-Dollar.

SHIB

Sollte SHIB diese Marke auf Tagesschlussbasis unterschreiten, droht der nächste Test – und zwar des April-Tiefs bei 0,000010 US-Dollar.

Die Indikatoren bestätigen das Bild: Der RSI liegt mit 34 klar im bärischen Bereich und zeigt nach unten. Der MACD? Ebenfalls bärisch gekreuzt – mit zunehmenden roten Balken im Histogramm. Kurz gesagt: Momentum? Fehlanzeige. Die Bären haben aktuell das Steuer übernommen.

Auch im Wochenchart keine Entwarnung – sechs rote Kerzen in Folge

Wer hofft, im Wochenchart bessere Nachrichten zu finden, wird enttäuscht. Seit Mitte Mai reiht SHIB eine rote Wochenkerze an die nächste – aktuell sind es sechs in Folge. Der Kurs hat seitdem knapp 5 % verloren. Und auch hier zeigt der RSI mit einem Wert von 39 klar nach unten. Besonders kritisch: Der MACD steht kurz vor einem weiteren bärischen Crossover – das wäre das nächste Verkaufssignal.

SHIB

Wenn sich dieser Trend fortsetzt, ist ein Rückfall auf die wöchentliche Unterstützung bei 0,000011 US-Dollar wahrscheinlich – und auch ein Durchbruch darunter ist keineswegs ausgeschlossen.

Gibt’s auch eine positive Überraschung? Möglich – aber mit Vorsicht

Natürlich darf man eins nicht vergessen: Auch bei Meme-Coins kann es jederzeit zu kurzfristigen Rebounds kommen – vor allem, wenn sich das Sentiment am Gesamtmarkt wieder aufhellt. Sollte SHIB die Wende schaffen, könnte sich eine Erholung bis zur nächsten Widerstandszone bei 0,000013 US-Dollar entwickeln. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg – und die Bären haben klar die Oberhand.

SHIB

Mein Fazit

Shiba Inu steckt in einer kritischen Phase. Das Umfeld ist rau, die Stimmung im Keller – und sowohl große als auch kleine Anleger ziehen sich zurück. Die technischen Signale sprechen eine deutliche Sprache, und die geopolitischen Unsicherheiten tun ihr Übriges. Wer bereits investiert ist, sollte die Marke bei 0,000011 US-Dollar genau im Auge behalten. Bricht sie, könnte der Rutsch Richtung 0,000010 US-Dollar nur noch Formsache sein.

Eine Erholung ist zwar nicht ausgeschlossen – doch im Moment spricht wenig dafür, dass sie sofort eintritt. Geduld ist gefragt. Und ein kühler Kopf.


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