Der XRP-Kurs hat sich am Freitag über die Marke von 3,15 US-Dollar geschoben und damit seit der Amtseinführung von Donald Trump um 13 % zugelegt. Gerüchte über eine mögliche Nutzung von Kryptowährungen als strategische Reserve durch die USA befeuern die Euphorie bei Anlegern und sorgen für optimistische Kursprognosen.
Trump als Krypto-Katalysator – XRP profitiert von der neuen Regierung
Mit seiner krypto-freundlichen Haltung hat Präsident Donald Trump seit seinem Amtsantritt die Diskussionen in der Welt der digitalen Vermögenswerte angeheizt. Besonders Investoren in Ripple (XRP) verfolgen die Entwicklungen genau, da die Biden-Administration zuvor Kryptowährungen, insbesondere Privacy-Coins, unter scharfe Beobachtung gestellt hatte.
Die Stimmung änderte sich bereits vor der Amtseinführung: Ripple-Mitgründer Brad Garlinghouse nahm an einem Abendessen im Mar-a-Lago mit Trump teil, was die Spekulationen über enge Verbindungen zwischen Ripple und der neuen Regierung verstärkte. Als Trump kurz nach seiner Vereidigung Krypto-affine Maßnahmen ergriff – darunter die Begnadigung von Ross Ulbricht und die Ernennung von Paul Atkins zum SEC-Vorsitzenden sowie David Sacks als „Crypto Czar“ – reagierte der XRP-Kurs prompt positiv.
XRP im Aufwärtstrend – 13 % Kursanstieg seit Trump
Seit Montag ist der Kurs von XRP von 2,80 US-Dollar auf 3,20 US-Dollar gestiegen, wie der obige TradingView-Chart zeigt. Der Anstieg signalisiert das wachsende Vertrauen der Anleger, dass die Trump-Regierung einen positiven regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen schaffen könnte.

Kursziel von 1.000 US-Dollar? Dr. Horace Drew sorgt für Diskussionen
Besonders aufsehenerregend waren am Freitag die Aussagen des australischen DNA-Wissenschaftlers Dr. Horace Drew, einer bekannten Figur in der globalen XRP-Community. Er prognostizierte ein spektakuläres Kursziel von 1.000 US-Dollar für XRP unter der Trump-Regierung – ein Szenario, das die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich zog.
Dr. Drew, der online unter dem Pseudonym „Red Collie“ bekannt ist, sieht eine enge Verbindung zwischen Trumps krypto-freundlicher Politik und einem möglichen Aufstieg von XRP. In einer Reihe von Tweets spekulierte er, dass Trump XRP statt Bitcoin als strategische Reserve der USA nutzen könnte. Der Grund: Die US-Notenbank würde durch den Kauf von Bitcoin enorme Kosten verursachen und die ohnehin hohe Staatsverschuldung von 34 Billionen US-Dollar weiter belasten. Stattdessen könnte die Regierung die von Ripple in Treuhand gehaltenen XRP-Bestände – die derzeit unter SEC-Litigation stehen – nutzen, um diese Kosten zu umgehen.
Eine mutige These: XRP als Lösung der US-Schuldenkrise?
Dr. Drew argumentiert, dass ein steigender XRP-Kurs – theoretisch auf 1.000 US-Dollar – der US-Regierung ermöglichen könnte, die Staatsschulden vollständig zu begleichen und sogar Überschüsse für andere Projekte zu schaffen. „Trump ist schlau wie ein Fuchs“, kommentierte Drew und verwies auf vermeintliche Anzeichen für eine engere Einbindung von Ripple in strategische Pläne der Regierung:
- Ripple-Vorstandsmitglied Rosie Rios, deren Unterschrift auf US-Dollar-Scheinen zu finden ist, soll laut Drew eng mit Trump zusammenarbeiten.
- Donald Trump Jr. meidet XRP angeblich bewusst in seinen Krypto-Investitionen, um Interessenkonflikte zu vermeiden.
- Die SEC-Klage gegen Ripple, die auch die Treuhandbestände umfasst, könnte auf eine zukünftige Nutzung durch die Regierung hindeuten.
Drew zog zudem Parallelen zu Trumps Versprechen, die Staatsverschuldung „sofort“ zu eliminieren, sowie zu kryptischen Andeutungen innerhalb Ripple-naher Communities, die sich auf die 34 Billionen US-Dollar Schulden beziehen.
Optimismus trifft Vorsicht
Auch wenn Drews Prognosen unter XRP-Anlegern für Begeisterung sorgen, bleiben Marktbeobachter skeptisch. Die rechtlichen und geopolitischen Hürden, XRP in diesem Umfang zu nutzen, wären enorm. Dennoch verdeutlichen die Aussagen die wachsende Zuversicht innerhalb der sogenannten „Ripple Army“, insbesondere in einem Umfeld, das sich unter der Trump-Regierung positiv für Kryptowährungen entwickeln könnte.
Fazit
XRP profitiert spürbar von der krypto-freundlichen Politik der Trump-Regierung, und spekulative Prognosen wie die von Dr. Drew heizen die Stimmung zusätzlich an. Ob sich XRP tatsächlich als strategische Reserve etabliert oder auf 1.000 US-Dollar steigt, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Die optimistischen Erwartungen sorgen bereits jetzt für Kursgewinne und stärken das Vertrauen der Anleger in das Potenzial von Ripple.
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