Dogecoin (DOGE) ringt am Dienstag darum, die Unterstützung um 0,2400 US-Dollar zu halten, während die Risikoscheu am breiteren Kryptomarkt anhält. Sollte die Marktstimmung in dieser Woche negativ bleiben, könnte die Meme-Coin, die seit dem Hoch bei 0,3072 US-Dollar in der vergangenen Woche bereits 21 Prozent verloren hat, ihre Talfahrt ausweiten.
Abwärtstrend verschärft sich durch Verkäufe großer Anleger
Der Druck auf Dogecoin hält an, da Großinvestoren Kasse machen. On-Chain-Daten von Santiment zeigen, dass Wallets mit 10 bis 100 Millionen DOGE in den vergangenen Monaten massiv verkauft haben. Ihr Anteil an der Gesamtmenge liegt derzeit bei 15,86 Prozent – nach 16,85 Prozent im Juli.
Zwar haben Anleger mit Beständen zwischen 1 und 10 Millionen DOGE im Juli und August noch zugekauft, doch das Hoch dieses Segments lag am 8. September bei 7,3 Prozent der Umlaufmenge. Inzwischen ist der Wert auf rund 7,18 Prozent gefallen – ein weiteres Zeichen für die zunehmende Risikoscheu.
Sollten die Großanleger weiter abbauen, dürfte eine schnelle Erholung des Dogecoin-Kurses kaum realistisch sein. „Die Kennzahl zur Angebotsverteilung von Santiment ist entscheidend, um das Interesse an DOGE zu beobachten und einzuschätzen, ob ein Anstieg in Richtung des jüngsten Hochs bei 0,3072 US-Dollar möglich ist“, heißt es in der Analyse.
Weitere On-Chain-Daten bestätigen die zurückhaltende Stimmung der Wale. Die Zahl der aktiven Adressen liegt seit dem 22. September im Schnitt bei nur 55.000 – weit entfernt von den rund 517.000 täglich aktiven Wallets im Juni. Damals ging die erhöhte Aktivität der Kurserholung bis auf 0,2873 US-Dollar im Juli voraus.
Die derzeit schwache Aktivität im Netzwerk deutet auf sinkende Nutzung und geringere Nachfrage hin. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wird es für die Bullen zunehmend schwer, einen Aufwärtstrend aufrechtzuerhalten. Damit bleibt DOGE anfällig für weiteren Verkaufsdruck.

Technischer Ausblick: Abwärtstrend könnte anhalten
Der Kurs von Dogecoin notiert knapp oberhalb des 50-Tage-EMA, der bei 0,2387 US-Dollar als kurzfristige Unterstützung fungiert. Doch die technischen Indikatoren sprechen derzeit eher für eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung.
Der MACD zeigt seit Montag ein Verkaufssignal und stützt damit das bärische Bild. Solange die blaue MACD-Linie unter der roten Signallinie bleibt, dürfte der Verkaufsdruck anhalten.
Auch der Relative Strength Index (RSI) weist mit einem Wert von 45 nach unten. Ein weiterer Rückgang in den überverkauften Bereich würde auf nachlassende Kaufkraft hindeuten.

Für Trader sind in den kommenden Sitzungen vor allem die gleitenden Durchschnitte entscheidend: Unterstützung bietet der 50-Tage-EMA bei 0,2387 US-Dollar, gefolgt vom 100-Tage-EMA bei 0,2259 US-Dollar und dem 200-Tage-EMA bei 0,2192 US-Dollar. Diese Marken könnten im Fall stärkerer Rückgänge den Kurs kurzfristig abfedern.
Ein Tagesschlusskurs über dem 50-Tage-EMA ist jedoch nicht ausgeschlossen. Sollten Anleger beherzt den Rücksetzer nutzen, könnte Dogecoin eine Erholung starten und sich erneut in Richtung des Hochs bei 0,3072 US-Dollar bewegen.
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