2011 war Bitcoin ein Außenseiter. Weniger als ein Dollar kostete ein Coin damals, die Community war winzig, und wer ein paar Tausender investierte, wurde belächelt. Niemand ahnte, dass diese „Spinner“ die Grundlage für eine der größten Vermögensverschiebungen der Geschichte schaffen würden.

Vierzehn Jahre später sind viele dieser frühen Käufer Multimilliardäre – und sie fangen an, auszusteigen. Einer von ihnen hat jetzt Schlagzeilen gemacht: Er verkaufte Bitcoin, die er 2011 für gerade einmal 54.000 Dollar gekauft hatte – und machte daraus 9,5 Milliarden. Ein Gewinn von 17 Millionen Prozent.

Doch dieser einzelne Verkauf ist nur ein Teil einer viel größeren Geschichte. Denn immer mehr dieser Uralt-Bitcoiner lösen ihre Bestände auf. Und das könnte den Markt für immer verändern.

Die Pioniere von damals – und warum sie jetzt Kasse machen

2011 lag Bitcoin zwischen 0,50 und 15 Dollar. Wer damals kaufte, investierte nicht, er experimentierte. Viele der heutigen „Wale“ – also die, die zehntausende Bitcoins besitzen – waren genau diese frühen Käufer. Sie hielten durch alle Höhen und Tiefen:

  • die erste große Blase 2013
  • den Einbruch 2018
  • Skandale um Börsen wie Mt. Gox
  • regulatorische Drohungen aus aller Welt

Und doch hielten sie fest. Bis jetzt.

Allein in den vergangenen Wochen wurden mehrere Verkäufe bekannt:

  • Ein Wal verkaufte Bitcoin im Wert von 9,5 Milliarden Dollar.
  • Ein anderer zog Anfang Juli Coins im Wert von acht Milliarden ab.
  • Zwei weitere verkauften für zwei Milliarden Dollar, nachdem sie 2011 für 16.000 Dollar eingestiegen waren.

Es ist kein Massenexodus, aber ein Muster.

Was, wenn hier gerade die Besitzstruktur von Bitcoin kippt?

Über Jahre war Bitcoin in den Händen weniger, die nie verkauften. Wallets, die seit 10 oder 12 Jahren nicht bewegt wurden, waren ein fester Bestandteil der Krypto-Legende.

Doch jetzt passiert etwas Neues: Diese Coins kommen zurück in den Umlauf.

Jeder Verkauf bedeutet: Bitcoins, die bisher in einer alten Wallet lagen, gehen an neue Käufer – Fonds, Hedgefonds, Kleinanleger, Unternehmen.

Das hat zwei Seiten:

  • Es bedeutet weniger „eingefrorene“ Bestände, mehr Liquidität.

  • Es bedeutet aber auch, dass der Einfluss dieser frühen Halter schwindet – und eine neue Generation die Kontrolle übernimmt.

Warum verkaufen sie ausgerechnet jetzt?

Ist es einfach Gewinnmitnahme auf Rekordniveau? Bitcoin steht mit 123.000 Dollar auf einem Allzeithoch. Für viele dieser frühen Investoren ist es die perfekte Gelegenheit, Milliarden einzusacken.

Oder steckt mehr dahinter?

  • Müdigkeit nach 14 Jahren: Wer seit über einem Jahrzehnt Hype und Abstürze durchgemacht hat, könnte einfach genug haben.
  • Sorge vor einer Korrektur: Manche Wale könnten glauben, dass Bitcoin von hier aus erstmal nur nach unten kann.
  • Neue Lebensphase: Wer plötzlich Multimilliardär ist, denkt vielleicht anders über Risiko.

Verkaufen die Wale – und der Markt bricht nicht ein?

Das Überraschende: Trotz dieser gigantischen Verkäufe ist Bitcoin nicht eingebrochen.

Im Gegenteil: Der Kurs hat sich über 120.000 Dollar gehalten. Das bedeutet: Es gibt sofort neue Käufer. Institutionelle Anleger, Kleinanleger, vielleicht sogar Unternehmen greifen sofort zu.

Das könnte bedeuten, dass Bitcoin erwachsener wird. Dass der Markt inzwischen so groß ist, dass selbst Milliardenverkäufe ihn nicht mehr erschüttern.

Die stille Eigentumsverschiebung

Es ist nicht nur eine Zahl auf dem Kurschart. Es ist eine stille, aber tiefgreifende Veränderung:

  • Die frühen Pioniere cashen aus.
  • Die Coins wandern in neue Hände.

In fünf Jahren könnte Bitcoin einer ganz anderen Gruppe gehören: weniger geheimnisvollen Nerds von damals, mehr institutionellen Investoren und Anlegern von heute.

Fazit: Ein Wendepunkt für Bitcoin?

Die Story vom Wal, der 17 Millionen Prozent Gewinn gemacht hat, ist spektakulär. Aber der eigentliche Kern ist größer: Vielleicht erleben wir gerade die größte Eigentumsverschiebung in der Geschichte von Bitcoin.

Wer heute einsteigt, kauft nicht mehr nur eine Kryptowährung – er kauft ein Stück dieses neuen Bitcoin-Markts, in dem die Machtbalance sich gerade verschiebt.

Und genau das könnte für die nächsten 14 Jahre entscheidend sein.


Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.

Kryptowährungen Nachrichten


Kryptowährungen Nachrichten

WEITERE INFOS

Alarm bei Ripple: Diese Zahl macht XRP-Anlegern jetzt Angst

Alarm bei Ripple: Diese Zahl macht XRP-Anlegern jetzt Angst

Ripple (XRP) steht massiv unter Druck. Während sich der Kryptomarkt insgesamt in einen klaren Risk-off-Modus verabschiedet, trifft es den Remittance-Token besonders hart. Am Freitag notiert XRP bei rund 1,37 US-Dollar – ein Tagesverlust von fast 5 %.

Bitcoin stürzt ab – Krypto-Markt verliert Milliarden, Panik an den Börsen

Bitcoin stürzt ab – Krypto-Markt verliert Milliarden, Panik an den Börsen

Bitcoin (BTC) ist am Donnerstag unter die Marke von 65.000 US-Dollar gefallen und hat binnen 24 Stunden rund 11 Prozent verloren. Damit verzeichnet die größte Kryptowährung den stärksten Rückgang seit dem sogenannten Leverage Flush vom 10. Oktober. Seit diesem Ereignis hat Bitcoin mehr als 50 Prozent seines damaligen Wertes eingebüßt.

Krypto-Schock bei Ethereum: Milliardenverluste und Angst vor weiterem Absturz

Krypto-Schock bei Ethereum: Milliardenverluste und Angst vor weiterem Absturz

Ethereum (ETH) hat seine Talfahrt am Donnerstag fortgesetzt und binnen 24 Stunden mehr als fünf Prozent verloren. Der Kurs fiel in Richtung der Marke von 2.100 US-Dollar und damit unter den durchschnittlichen Einstiegspreis beziehungsweise den realisierten Preis der Investoren von 2.310 US-Dollar, wie aus Daten von CryptoQuant hervorgeht.

Solana Preisprognose: SOL-Ausverkauf intensiviert sich, da BTC auf 60.000 USD fällt

Solana Preisprognose: SOL-Ausverkauf intensiviert sich, da BTC auf 60.000 USD fällt

Der Preis von Solana (SOL) weitet seine Korrektur aus und rutscht am Freitag unter 70 USD, nachdem er in dieser Woche bisher über 23 % verloren hat. Der Ausverkauf wurde durch die allgemeine Schwäche auf dem Kryptomarkt angeheizt, wobei Bitcoin (BTC) am Freitag ein Tief von 60.000 USD erreichte.

Krypto-Markt verliert 2,65 Milliarden USD, während Bitcoin auf 60.000 USD sinkt, begleitet von bärischer Stimmung

Krypto-Markt verliert 2,65 Milliarden USD, während Bitcoin auf 60.000 USD sinkt, begleitet von bärischer Stimmung

Die Marktbewertung der Kryptowährungen ist um 2,8 Billionen Dollar gesunken, da der Branchenführer Bitcoin am Freitag zunächst auf 60.000 Dollar fiel, bevor er auf 65.000 Dollar zurückschoss. Die Marktstimmung ist äußerst bearish, was durch massive Liquidationen, sinkendes Open Interest und eine Verkaufsseite im Derivatemarkt belegt wird.

BTC

ETH

XRP