• Gold hat Schwierigkeiten, den vorherigen Rückschlag früh am Donnerstag auszubauen und bleibt unter 4.000 USD.
  • Der US-Dollar setzt den Rückgang fort, da Risikoanlagen zurückkehren und die Regierungsschließung einen Rekord erreicht.
  • Die technische Tageskonfiguration von Gold zeigt einen Mangel an klarer Richtung, da die Konsolidierung fortgesetzt wird.

Gold bemüht sich, den vorherigen Rückschlag früh am Donnerstag zu halten, aber Verkäufer lauern weiterhin in der Nähe der 4.000 USD-Marke, was das glänzende Metall in einer engen Spanne hält.

Gold wartet auf frische richtungsweisende und fundamentale Impulse

Trotz des Anstiegs am Mittwoch bleibt Gold seit dem achten Handelstag in einem konsolidierenden Modus, nach einer Korrektur von 11% von den Rekordhöhen von 4.382 USD, die am 20. Oktober erreicht wurden.

Gold hat Schwierigkeiten, von der jüngsten Aufwärtsbewegung zu profitieren, während die Risikobereitschaft in den asiatischen Handelsstunden am Donnerstag zurückkehrt, da starke US-Daten zur Beschäftigung im privaten Sektor und Unternehmensberichte den breiten Rückgang des US-Dollars, der durch die rekordverdächtige Regierungsschließung verursacht wurde, ausgleichen.

Darüber hinaus rechtfertigen die positiven US-Daten die kürzlich weniger dovish Haltung der US-Notenbank (Fed) zu zukünftigen Zinssenkungen, was für eine zinslose Anlage wie Gold ungünstig ist.

Die von der ADP veröffentlichten Daten zeigten, dass die US-Privatanstellungen im Oktober um 42.000 Stellen zunahmen, was die Erwartungen eines Anstiegs um 25.000 übertraf, während der ISM Services PMI im letzten Monat aufgrund eines soliden Anstiegs bei den Neuen Aufträgen stärker als erwartet auf 52,4 anstieg.

Die Märkte preisen nun etwa 62% Wahrscheinlichkeit ein, dass die Fed nächsten Monat die Zinsen senkt, wie das FedWatch-Tool der CME Group zeigt, ein Rückgang von 69%, die vor der Datenveröffentlichung gesehen wurden.

Das gesagt, scheinen Goldhändler auf der Suche nach einer klaren Richtung zu sein, während bärische Katalysatoren weiterhin bestehen. Die Unsicherheit über die Wiedereröffnung der Regierung und deren potenzielle wirtschaftliche Auswirkungen, zusammen mit der Datenknappheit, hält jedoch die Abwärtsbewegung bei Gold gedämpft.

Technische Analyse des Goldpreises: Tageschart

Der Tageschart deutet darauf hin, dass der kurzfristige Ausblick für Gold neutral bis bärisch erscheint, da der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) mit der Mittellinie flirtet und versucht, diese zurückzuerobern.

Das Edelmetall schwebt derzeit in der Nähe des 38,2%-Fibonacci-Retracement-Niveaus des parabolischen Anstiegs zu den Rekordhöhen, der am 19. August begann.

Käufer müssen einen Tages-Schlusskurs über der 4.000 USD-Marke finden, um einen weiteren Versuch in Richtung des 21-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 4.079 USD zu unternehmen.

Vor diesem Widerstand werden starke Angebote weiterhin in der Nähe der psychologischen Marke von 4.050 USD lauern.

Auf der Abwärtsseite könnte Gold erneut in der Nähe von 3.930 USD Nachfrage finden, ein Durchbruch darunter würde die 3.900 USD-Marke exponieren.

Die nächsten relevanten Unterstützungen sind bei dem Tief vom 28. Oktober bei 3.887 USD zu sehen, gefolgt von dem Nachfragebereich von 3.865-3.850 USD.

Diese Zone ist der Zusammenfluss des 50-Tage-SMA und des 50%-Fibo-Niveaus des gleichen Anstiegs.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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