• Der Goldpreis hält seine Erholung von den Dreiwochentiefs am frühen Dienstag.   
  • Der US-Dollar stoppt seinen Aufwärtstrend vor dem zweiten Tag der US-China-Handelsgespräche; wartet auf Daten, Fed.
  • Technisch gesehen scheint der Weg des geringsten Widerstands für den Goldpreis nach unten zu führen.

Der Goldpreis kämpft darum, den vorherigen Anstieg von den Dreiwochentiefs bei 3.302 USD auszuweiten, während die Verkäufer eine Atempause einlegen, bevor am Dienstag mittlere US-Daten veröffentlicht werden.

Der Goldpreis kommt vor wichtigen US-Ereignisrisiken zu Atem

Goldkäufer versuchen ihr Glück, während Händler versuchen, Gewinne aus ihren Short-Positionen mitzunehmen und sich vor den entscheidenden US-Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des zweiten Quartals und den geldpolitischen Ankündigungen der US-Notenbank, die für Mittwoch geplant sind, neu zu positionieren.

Die Märkte sind vorsichtig geworden und verdauen die jüngsten Handelsabkommen der USA mit ihren wichtigsten Verbündeten, während sie leicht enttäuscht sind, da der erste Tag der US-China-Handelsgespräche in Stockholm ohne Ergebnis endete. Die Gespräche sollen am Dienstag fortgesetzt werden.

Es gibt Berichte, dass der Handelsfrieden zwischen den USA und China möglicherweise um ein weiteres Quartal verlängert werden könnte.

Dies, zusammen mit einer Pause im Aufwärtstrend des US-Dollars (USD), scheint dem Edelmetall etwas Trost zu bieten.

Darüber hinaus erhält der Goldpreis Unterstützung durch die Wiederbelebung der Nachfrage als Absicherung gegen Inflation, angesichts eines Anstiegs der Ölpreise, nachdem Trump eine neue Frist von 10 oder 12 Tagen für Russland angedroht hat, um Fortschritte beim Ende des Krieges in der Ukraine zu erzielen, oder mit strengeren Sanktionen für Ölexporte konfrontiert zu werden.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob der Goldpreis den späten Anstieg vom Montag ausweiten kann, da der USD wahrscheinlich seine bullische Dynamik aufgrund der wirtschaftlichen Optimismus in den USA und des Fortschritts bei den Handelsabkommen zurückgewinnen könnte.

Am Montag erhielt der US-Dollar frischen Auftrieb gegenüber seinen wichtigsten Konkurrenten, während der Euro (EUR) einen intensiven Ausverkauf erlebte, als der Markt erkannte, dass die Bedingungen des Handelsabkommens zwischen den USA und der Europäischen Union die USA begünstigten und kaum die wirtschaftlichen Aussichten des Blocks verbesserten, so Reuters.

Frankreich und Deutschland waren schnell dabei, das Handelsabkommen mit den USA zu verurteilen und führten an, dass der Block den Forderungen von US-Präsident Donald Trump nachgegeben habe, mit einem unausgewogenen Abkommen, das einen pauschalen Zoll von 15% auf EU-Waren auferlegte.

Technische Analyse des Goldpreises: Tageschart

Der Tageschart zeigt, dass der Goldpreis weiterhin Abwärtsrisiken ausgesetzt ist, insbesondere nach der Ausdehnung am Montag unter die kritische Unterstützung der steigenden Trendlinie bei 3.342 USD.

Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) bleibt unter der Mittellinie, derzeit nahe 45, was das bärische Potenzial rechtfertigt.  

Der Goldpreis könnte die Dreiwochentiefs bei 3.302 USD erneut testen, unterhalb dessen das Tief vom 9. Juli bei 3.283 USD getestet wird.

Die letzte Verteidigungslinie für Goldkäufer liegt bei dem Tief vom 30. Juni bei 3.248 USD.

Auf der anderen Seite ist es entscheidend, die starke Unterstützung, die sich in Widerstand verwandelt hat, nahe 3.345 USD auf Tagesbasis zurückzugewinnen, um eine bedeutende Erholung einzuleiten.

Dieses Niveau ist der Zusammenfluss des Widerstands der steigenden Trendlinie, des 21-Tage Simple Moving Average (SMA) und des 50-Tage SMA.

Die nächste obere Hürde wird bei dem statischen Widerstand von 3.380 USD auf dem Weg zur Marke von 3.400 USD gesehen.

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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