- Gold testete 5.600 USD, während die Rekordrallye bis in den frühen Donnerstag andauerte, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten.
- Der US-Dollar hält sich nach Bessents Beruhigung und der Pause bei den Fed-Zinssätzen über Nacht erholt.
- Gold bleibt ein „Kauf-bei-Rücksetzern“-Handel, trotz extrem überkaufter Bedingungen im Tageszeitrahmen.
Gold hält seinen korrigierenden Rückgang in Richtung 5.500 USD am frühen Donnerstag aufrecht, nachdem es zum ersten Mal in der Geschichte 5.600 USD getestet hat, während unermüdlich gekauft wurde.
Gold drängt weiter nach oben
Trotz einer vorsichtigen Zinssatzentscheidung, die am Mittwoch von der US-Notenbank (Fed) angekündigt wurde, bleibt Golds Rekordlauf ungebrochen.
Allerdings nehmen die Käufer eine Verschnaufpause angesichts der wiederauflebenden Nachfrage nach dem US-Dollar (USD). Optimistische Kommentare zu Beschäftigung und Wirtschaftswachstum von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell während der Pressekonferenz nach der geldpolitischen Sitzung hoben den Greenback über alle Währungen hinweg.
Zusätzlich beruhigte US-Finanzminister Scott Bessent die Nerven der Investoren am späten Dienstag und stoppte den Rückgang des USD. In einem Interview mit CNBC betonte Bessent, dass die USA immer eine „starke Dollar“-Politik verfolgt haben und dass sie „absolut nicht“ in die japanischen Währungsmärkte intervenieren.
Darüber hinaus fördern positive Unternehmensberichte von amerikanischen Technologieriesen wie Meta, Microsoft und Tesla die Marktoptimismus und begrenzen den Aufwärtstrend des Goldpreises.
Aus einer breiteren Perspektive wird das schwindende Vertrauen der Investoren in US-Vermögenswerte, angesichts von Präsident Donald Trumps erratischen Außenpolitiken, die Diversifizierung weg von Fiat-Währungen und geopolitische Risiken weiterhin die Rekordjagd im Gold antreiben.
Daher ist es wahrscheinlicher, dass jeder korrigierende Rücksetzer gekauft wird.
In der Zukunft könnten Goldhändler Hinweise von den mittelfristigen US-Arbeitslosenanträgen und Handelsdaten für frische Handelsimpulse erhalten, da Trump diese Woche wahrscheinlich nicht seine Wahl für den Fed-Vorsitzenden bekannt geben wird.
Yahoo News berichtete zuvor unter Berufung auf Bessent, dass Trumps Wahl für den Fed-Vorsitzenden in etwa einer Woche oder so kommen könnte.
Technische Analyse des Goldpreises: Tageschart
Im Tageschart handelt XAU/USD bei 5.549,90 USD. Der 21-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) liegt über den 50-, 100- und 200-Tage-SMAs und unterstreicht ein starkes bullisches Momentum. Alle SMAs zeigen nach oben, und der Preis hält sich entscheidend über ihnen. Der 21-Tage-SMA bei 4.730,36 USD bietet anfängliche dynamische Unterstützung. Der Relative Strength Index (14) zeigt 91,08 (überkauft), was kurzfristige Gewinne begrenzen und eine Konsolidierung auslösen könnte.
Breitere Trendmetriken bleiben unterstützend, wobei der 200-Tage-SMA bei 3.784,46 USD langfristige Unterstützung markiert und die kürzeren SMAs weiterhin steigen. Der RSI bleibt im überkauften Bereich gedehnt, sodass jede Abkühlung einen Rücksetzer in den Bereich von 4.462,59–4.213,40 USD treiben könnte, wo die steigenden SMAs Rückgänge abfedern könnten, bevor die Bullen einen weiteren Anstieg versuchen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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