• Gold liegt nach dem Überschreiten des wichtigen Widerstands bei 4.275 USD am Donnerstag auf Sieben-Wochen-Hochs
  • Der US-Dollar verzeichnet eine moderate Erholung im Zuge von Gewinnmitnahmen nach dem zweitägigen Rückgang unter der Fed.
  • Die tägliche technische Konfiguration von Gold deutet darauf hin, dass es Spielraum für weiteres Aufwärtspotenzial gibt.

Gold konsolidiert sich knapp unter den Sieben-Wochen-Hochs von 4.286 USD zu Beginn des Freitags und visiert einen wöchentlichen Gewinn von etwa 2% an.

Goldkäufer scheinen erneut unaufhaltsam

Die Rekordrallye bei Gold wird wiederbelebt, dank der anhaltenden dovishen Erwartungen an die US-Notenbank (Fed), während die Bank of Japan (BoJ) plant, die Zinsen zu erhöhen, und die Europäische Zentralbank (EZB) nächste Woche voraussichtlich auf der Stelle tritt.

Obwohl Fed-Vorsitzender Jerome Powell während der Pressekonferenz nach der geldpolitischen Sitzung am Mittwoch an seiner vorsichtigen Rhetorik festhielt und die mediane Erwartung der Fed für eine einzige Zinssenkung um einen Viertelprozentpunkt im nächsten Jahr besteht, preisen die Märkte weiterhin zwei weitere Zinssenkungen ein, was den Abwärtsdruck auf den US-Dollar (USD) aufrechterhält.

Diese Erzählung gab dem Aufwärtstrend von Gold den dringend benötigten Schwung, da das gelbe Metall auch die rekordverdächtige Rallye bei Silber verfolgte.

Zusätzlich wurde Gold durch einen Reuters-Bericht gestützt, dass "Indiens Pensionsregulierungsbehörde am Mittwoch überarbeitete Investitionsregeln für die Pensionsfonds des Landes herausgegeben hat, die Investitionen in börsengehandelte Fonds (ETFs) für Gold und Silber erlauben."

In der Zwischenzeit sorgte ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht und Präsident Donald Trumps Kriegsdrohungen in Venezuela für einen weiteren Schub für das sichere Gold.

Das Arbeitsministerium gab am Donnerstag bekannt, dass die Erstanträge auf staatliche Arbeitslosenunterstützung um 44.000 auf saisonbereinigte 236.000 für die Woche bis zum 6. Dezember gestiegen sind, was die Bedenken über den US-Arbeitsmarkt verstärkt.

In das Wochenende hinein nimmt Gold eine Atempause, da Händler Gewinnmitnahmen vornehmen, in Erwartung der End-of-the-Week-Flüsse und der verzögerten Nonfarm Payrolls sowie Inflationsdatenveröffentlichungen in der nächsten Woche.

Alles in allem wird ein Rückgang bei Gold wahrscheinlich schnell gekauft, angesichts der wachsenden Bedenken über die US-Beschäftigung, dovishen Fed-Wetten und einer konstruktiven kurzfristigen technischen Perspektive.

Technische Analyse des Goldpreises: Tageschart

Chart Analyse XAU/USD

Im Tageschart liegt der 21-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) über den 50-, 100- und 200-Tage-Durchschnittswerten und unterstreicht damit ein festes bullisches Momentum. Das Metall hält sich gut über seinen wichtigen SMAs, wobei der 21-Tage-Durchschnitt bei 4.165,40 USD nahe Unterstützung bietet. Der Relative Strength Index (14) zeigt 65,94 an, was auf starkes Aufwärtsmomentum ohne überkaufte Bedingungen hinweist; ein Anstieg über 70 würde auf überdehnte Niveaus hinweisen.

Gemessen vom Hoch bei 4.381,17 USD bis zum Tief bei 3.885,84 USD fungiert das 78,6%-Retracement bei 4.275,16 USD als unmittelbarer Widerstand. Das 61,8%-Retracement bei 4.191,95 USD markiert einen nahegelegenen Abwärtspivot, falls der Anstieg ins Stocken gerät. Ein täglicher Schlusskurs über 4.275,16 USD könnte die Rallye ausweiten, während ein Scheitern dort den Preis in Richtung seines steigenden kurzfristigen Durchschnitts konsolidieren würde. Beachten Sie, dass Gold am Donnerstag über letzterem schloss, was sein bullisches Potenzial rechtfertigt.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst)

Wirtschaftsindikator

Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft

Der Arbeitsmarktbericht der USA wird monatlich vom Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlicht und enthält unter anderem die Nonfarm Payrolls – die Zahl der im Vormonat neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Diese Kennzahl ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Lage in den USA und kann erhebliche Marktbewegungen auslösen. Die monatlichen Veränderungen sind oft volatil und unterliegen regelmäßig nachträglichen Korrekturen, die ebenfalls bedeutende Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben können. Zwar gilt ein hoher Beschäftigungszuwachs in der Regel als positiv (bullish) für den US-Dollar (USD), ein schwacher Zuwachs als negativ (bärisch) – doch wird die Marktreaktion nicht allein von der Hauptzahl bestimmt. Auch Revisionsdaten der Vormonate und die Entwicklung der Arbeitslosenquote spielen eine wichtige Rolle bei der Gesamtbewertung durch den Markt.

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Nächste Veröffentlichung: Di Dez. 16, 2025 13:30

Häufigkeit: Monatlich

Prognose: -

Vorher: 119Tsd

Quelle: US Bureau of Labor Statistics

Der monatliche Arbeitsmarktbericht der USA gilt als der wichtigste Wirtschaftsindikator für Devisenhändler. Er wird am ersten Freitag nach dem Berichtsmonat veröffentlicht. Die Veränderung der Anzahl der Stellen steht in einem engem Zusammenhang mit der Gesamtleistung der Wirtschaft und wird von den politischen Entscheidungsträgern überwacht. Vollbeschäftigung ist eines der Mandate der Federal Reserve, und sie berücksichtigt die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt bei der Festlegung ihrer Politik, was sich wiederum auf die Währungen auswirkt. Trotz mehrerer Frühindikatoren, die die Schätzungen beeinflussen, neigen die Nonfarm Payrolls dazu, die Märkte zu überraschen und erhebliche Volatilität auszulösen. Sollte das tatsächliche Ergebnis den Konsens übertreffen, ist dies für den USD tendenziell bullish.

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