- Goldpreis erobert $2.900 zurück, da drohende reziproke Zölle von Trump einen Handelskrieg riskieren.
- Der US-Dollar bleibt trotz heißer US-VPI-Inflationsdaten und hawkischen Fed-Chef Powell gedämpft.
- Goldpreis sieht Dip-Käufe inmitten eines bullischen technischen Setups im 4H-Chart vor den US-PPI-Daten.
Der Goldpreis versucht, sich am frühen Donnerstag über der Marke von $2.900 zu halten, nachdem er am Vortag starke Volatilität erlebt hatte. Der Fokus liegt erneut auf den US-Fundamentaldaten und den Zollplänen von US-Präsident Donald Trump, die den Goldpreis weiter ankurbeln könnten.
Goldpreis profitiert von Nervosität durch Trumps Zölle
Das Weiße Haus teilte am späten Mittwoch mit, dass die zuvor angekündigten reziproken Zölle von Präsident Trump am Donnerstag in Kraft treten könnten, was die Nachfrage nach dem traditionellen Sicherheitsnetz – dem Goldpreis – intakt hält.
Allerdings bleiben Goldhändler vorsichtig, zusätzliche bullische Positionen im Edelmetall aufzubauen, da die Erwartungen gestiegen sind, dass die Federal Reserve (Fed) ihren Lockerungskurs bis zum dritten Quartal dieses Jahres pausieren könnte. Die heißer als erwarteten US-Verbraucherpreisindex (VPI)-Daten für Januar, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, verstärkten die hawkishen Wetten auf den Zinsausblick der Fed.
Der jährliche VPI stieg im Januar auf 3%, nach 2,9% im Vormonat. Die Kerninflation stieg unerwartet auf 3,3% im Jahresvergleich im Januar gegenüber 3,2% im Dezember. In einer Rede vor US-Gesetzgebern am Mittwoch sagte Fed-Chef Jerome Powell, dass die neuesten Daten zeigen, dass wir nahe dran sind, aber noch nicht da, was darauf hindeutet, dass die Fed keine Eile hat, die Zinsen weiter zu senken.
Die hawkische Haltung der Fed löste am Mittwoch eine scharfe Rallye bei den Renditen von US-Staatsanleihen aus, was zu einem starken Rückgang des Goldpreises auf etwa $2.865 führte. Goldkäufer sprangen schnell auf Schnäppchenjagd an und hoben das gelbe Metall wieder über $2.900. Gold wird weithin als Absicherung gegen Inflation betrachtet, die weiterhin im Mittelpunkt der Marktbedenken steht.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die US-Erzeugerpreisindex (PPI)-Daten, die später in der amerikanischen Sitzung am Donnerstag veröffentlicht werden, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten, der den zinslosen Goldpreis beeinflussen könnte.
Allerdings wird jeder Rückgang des Goldpreises wahrscheinlich abgefedert bleiben, da Trumps reziproke Zölle die Spannungen um einen möglichen weltweiten Handelskrieg erhöhen könnten. Die Europäische Union (EU) wird Verhandlungen über Gegenmaßnahmen priorisieren, um einen schädlichen Handelskrieg zu vermeiden, signalisierten Beamte am Mittwoch.
Goldpreis technische Analyse: Vier-Stunden-Chart
Nach einem kurzen Rückgang unter den kritischen 21-Vier-Stunden-Simple Moving Average (SMA), der jetzt bei $2.897 liegt, konnte der Goldpreis diesen zurückerobern und eine allmähliche Erholung einleiten.
Der Relative Strength Index (RSI) hält sich gut über der Mittellinie, derzeit bei 63,50, was das Aufwärtspotenzial unterstützt.
Die weitere Erholung erfordert eine Akzeptanz über der runden Marke von $2.910 auf Basis eines Vier-Stunden-Candlestick-Schlusskurses.
Die nächste obere Barriere liegt beim Rekordhoch von $2.943.
Auf der anderen Seite wird ein Vier-Stunden-Candlestick-Schlusskurs unter dem 21-Vier-Stunden-SMA bei $2.897 das Verkaufsinteresse verstärken und einen Test des 50-Vier-Stunden-SMA bei $2.866 auslösen.
Die letzte Verteidigungslinie für Goldkäufer ist der 100-Vier-Stunden-SMA bei $2.816.
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