- Gold gewinnt zum zweiten Mal in Folge an positiver Dynamik und bleibt nahe dem Allzeithoch.
- Handelsunsicherheiten und erhöhte geopolitische Risiken unterstützen weiterhin das Edelmetall.
- Der Fokus wird auf dem Ergebnis einer zweitägigen FOMC-Geldpolitiksitzung am Mittwoch liegen.
Gold (XAU/USD) zieht frische Käufer an, nachdem es über Nacht einen moderaten Rückgang vom Rekordhoch verzeichnet hat, bleibt jedoch während der asiatischen Sitzung am Dienstag unter der Marke von 5.100 USD. Zunehmende globale Spannungen sowie starkes Kaufinteresse von Zentralbanken und Einzelhändlern bieten weiterhin Unterstützung für das Edelmetall. Ein moderater Anstieg des US-Dollars (USD) und ein positives Risikoklima wirken jedoch als Gegenwind für den Rohstoff im Vorfeld des wichtigen Ereignisses der Zentralbank.
Das Ziel der US-Administration, Grönland zu übernehmen, und eine Eskalation der Spannungen mit der NATO haben einige Zweifel an dem Vertrauen in die Allianz aufgeworfen. Hinzu kommt, dass US-Präsident Donald Trump drohte, einen 100%igen Zoll auf Waren aus Kanada zu erheben, aufgrund des potenziellen Handelsabkommens mit China. Obwohl Premierminister Mark Carney erklärte, dass Kanada nicht beabsichtige, ein Freihandelsabkommen mit China zu verfolgen, haben die Entwicklungen die Ängste vor einem Handelskrieg neu entfacht und bleiben der Haupttreiber hinter der rekordverdächtigen Rallye des Rohstoffs.
Auf geopolitischer Ebene hat Russland in den Friedensverhandlungen mit der Ukraine während der von den USA vermittelten Friedensgespräche in Abu Dhabi in der vergangenen Woche eine klare rote Linie gezogen. Die trilateralen Gespräche endeten am Samstag ohne Einigung, da die Ukraine Russlands Forderung, die gesamte Donbass-Region abzutreten, um den fast vierjährigen Krieg zu beenden, entschieden zurückwies. Dies, zusammen mit den dovishen Erwartungen an die US-Notenbank (Fed), trägt ebenfalls dazu bei, die Ströme in das nicht verzinsliche Gold zu lenken und unterstützt die Argumentation für eine Fortsetzung des kürzlich etablierten Aufwärtstrends.
Trotz reduzierter Wetten auf eine aggressivere geldpolitische Lockerung durch die Fed preisen die Händler weiterhin die Möglichkeit ein, dass die US-Zentralbank die Kreditkosten 2026 noch zweimal senken könnte. Hinzu kommt die Unsicherheit über Trumps Handelspolitik und die Wiederbelebung des sogenannten 'Sell America'-Handels, die den USD am Montag auf den niedrigsten Stand seit September 2025 drückte. Die USD-Bären scheinen jedoch zögerlich zu sein und entscheiden sich, auf weitere Informationen über den Zinssenkungspfad der Fed zu warten, bevor sie sich für eine weitere Abwertung positionieren.
Es wird allgemein erwartet, dass die US-Zentralbank die Zinsen am Ende einer zweitägigen Geldpolitiksitzung am Mittwoch unverändert lässt. Daher wird der Fokus auf den Kommentaren von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell während der Pressekonferenz nach der Sitzung liegen, die eine entscheidende Rolle bei der Beeinflussung der kurzfristigen USD-Preisdynamik und der Schaffung von Volatilität an den Märkten spielen werden. Dies würde wiederum einen frischen Impuls für das Gold liefern. Dennoch deutet der fundamentale Hintergrund darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für das Edelmetall nach oben bleibt.
XAU/USD 4-Stunden-Chart
Technische Analyse
Ein aufsteigender paralleler Kanal rahmt den Anstieg ein, wobei die obere Grenze nahe 5.158,99 USD liegt und den unmittelbaren Aufwärtstrend für Gold begrenzt. Der Relative Strength Index (RSI) bei 70,25 ist jedoch überkauft und warnt, dass die Gewinne ins Stocken geraten könnten, es sei denn, das Momentum beschleunigt sich erneut. Darüber hinaus ist das Histogramm des Moving Average Convergence Divergence (MACD) in den negativen Bereich gefallen und weitet sich aus, was darauf hindeutet, dass die MACD-Linie unter der Signallinie liegt und sich ein bärisches Momentum um die Nulllinie aufbaut.
Auf der Unterseite liegt das untere Ende des aufsteigenden Kanals nahe 4.973,57 USD und sollte als Rückenwind für das Gold wirken. Wenn die Verkäufer die Kontrolle ausweiten, wie durch den negativen MACD-Ton angezeigt, könnte sich der XAU/USD weiter korrigierend nach unten bewegen. Das heißt, der RSI, der nahe 70 bleibt, würde eine Konsolidierung gegenüber einer tieferen Umkehr begünstigen. Ein entscheidender Schlusskurs unterhalb der Kanalbasis würde die bullische Struktur untergraben und den Fokus auf tiefere Niveaus verschieben.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
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