• Gold notiert auf neuen Rekordhöhen über 5.200 USD, während Trumps Fed-Vorsitzendenwahl mit politischen Ankündigungen zusammenfallen könnte.
  • Der US-Dollar erlebt eine kurzfristige Erholungsrallye, nachdem er auf Vierjahrestiefs gefallen ist und vor wichtigen Risiken im Zusammenhang mit der Fed.
  • Gold bereitet sich auf intensive Volatilität vor, während es sich im stark überkauften Bereich auf dem Tages-Chart bewegt.

Gold setzt seine Rekordjagd am frühen Mittwoch fort und testet zum ersten Mal Angebote über der 5.200 USD-Marke. Käufer weigern sich, vor den politischen Ankündigungen der US-Notenbank (Fed), die später am Tag erwartet werden, eine Pause einzulegen.

Gold blickt auf die Fed-Zinsentscheidung und die nächste Vorsitzendenwahl

Angesichts der erratischen internationalen Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump und seiner Äußerungen zum US-Dollar (USD) bleibt die Rekordrallye von Gold ungebrochen. Das Edelmetall ist in diesem Monat bereits um 20 % gestiegen und hat in dieser Woche bisher über 5 % zugelegt.

Der nächste große richtungsweisende Impuls für Gold könnte von der politischen Entscheidung der Fed abhängen, wobei eine Entscheidung ohne Zinserhöhung allgemein erwartet wird. Allerdings wird die Einschätzung von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell zu den Arbeitsmarkbedingungen und Hinweise auf die Zinsprognose voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Performance des USD und damit auf nicht renditeträchtige Anlagen wie Gold haben.

Die Märkte werden jedoch auch auf Trumps Ankündigung des nächsten Fed-Vorsitzenden achten, die Analysten zufolge mit der Fed-Politikentscheidung zusammenfallen könnte, was Letztere in den Schatten stellen und Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed verstärken könnte. Dies könnte sich zugunsten der Goldkäufer auswirken, da der Greenback möglicherweise wieder unter Druck geraten könnte.

Der USD fiel am späten Dienstag auf Vierjahrestiefs gegenüber seinen wichtigsten Währungsrivalen, nachdem Trump sagte, der Wert des Dollars sei "groß", als er gefragt wurde, ob er denke, dass er zu stark gefallen sei.

Die US-Währung sah sich auch Gegenwind durch schwache Daten zum Verbrauchervertrauen des US Conference Board (CB), die am Dienstag veröffentlicht wurden. Das Verbrauchervertrauen in den USA fiel im Januar auf den niedrigsten Stand seit mehr als 11,5 Jahren und lag bei 84,5.

Technische Analyse des Goldpreises: Tages-Chart

Chart Analysis XAU/USD

Im Tages-Chart handelt XAU/USD bei 5.230,25 USD. Der 21-Tage-Simple Moving Average (SMA) liegt über den 50- und 100-Tage-SMAs, wobei alle SMAs nach oben tendieren und bullisch ausgerichtet sind. Der Preis hält sich gut über diesen Referenzen, was die Kontrolle der Käufer verstärkt. Der 21-Tage-SMA bei 4.664,50 USD bietet nahe Unterstützung. Der Relative Strength Index (RSI) steht bei 87 (überkauft) und könnte eine Pause ankündigen.

Die kurzfristigen SMAs behalten eine bullische Ausrichtung über den längeren Indikatoren bei und unterstützen eine aufwärtsgerichtete Trendstruktur. Die extreme Lesung des RSI könnte den unmittelbaren Aufwärtstrend dämpfen und eine Konsolidierung anstoßen. Bei Rücksetzern bietet der 50-Tage-SMA bei 4.430,18 USD die erste Unterstützung, während der 100-Tage-SMA bei 4.192,84 USD und der 200-Tage-SMA bei 3.772,42 USD den breiteren Aufwärtstrend stützen würden.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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