- Die Goldpreise haben die Woche auf solidem Fundament begonnen und überschreiten 4.260 USD.
- Der US-Dollar verliert weiter an Schwung, trotz höherer US-Treasury-Renditen.
- Wetten auf eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte durch die Fed nehmen weiter zu.
Die Erholung des Goldes gewinnt am Montag weiterhin an Fahrt und überschreitet 4.260 USD pro Unze, was frische Sechs-Wochen-Hochs markiert. Diese Bewegung erfolgt, während die Renditen von US-Staatsanleihen über die gesamte Kurve steigen, während der Dollar unter Druck bleibt und dem Edelmetall somit viel Spielraum nach oben gibt.
Wenn man einen Schritt zurücktritt, bleibt die Geschichte bullisch. Gold ist nun auf dem Weg zu einem fünften aufeinanderfolgenden monatlichen Gewinn, nachdem es entscheidend aus der Konsolidierung Ende August im Bereich von 3.300 USD ausgebrochen ist. Darüber hinaus halten geopolitische Unruhen und ein stetiger Strom von Gesprächen über weitere Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) die Käufer in einer aktiven Position.
Könnte sich das ändern? Sicher. Wenn sich das globale Risikogefühl aufhellt, insbesondere wenn die Friedensgespräche rund um Russland und die Ukraine an Fahrt gewinnen, könnte sich die sichere Hafenattraktivität des Metalls verringern. Aber bisher wurde jeder Rückgang schnell aufgegriffen.
Darüber hinaus neigen die Markterwartungen weiterhin stark zu einer lockereren Politik der Fed. Händler glauben weitgehend, dass die Fed bei der Sitzung am 10. Dezember erneut die Zinsen senken wird, und die Preisgestaltung weiter in die Zukunft deutet auf fast einen vollen Prozentpunkt an Lockerung bis Ende 2026 hin, was einen klaren Rückenwind für eine nicht renditeträchtige Anlage wie Gold bietet.
Technisch betrachtet
Wenn die Käufer das Steuer in der Hand behalten, ist die erste Hürde das Hoch vom 1. Dezember bei 4.264 USD. Ein klarer Durchbruch dort öffnet die Tür zum Rekordhoch bei 4.380 USD (17. Oktober), eine bedeutendere Herausforderung, die bestimmen könnte, ob dieser letzte Anstieg tatsächlich Bestand hat.
Auf der Abwärtsseite gibt es eine unterstützende Schicht nicht weit unter den aktuellen Niveaus. Der vorübergehende 55-Tage-SMA bei 4.007 USD stimmt mit der wöchentlichen Unterstützung bei 3.997 USD (18. November) überein. Wenn das verloren geht, kommt die nächste bemerkenswerte Unterstützung bei einem weiteren wöchentlichen Boden bei 3.886 USD (28. Oktober). Ein tieferer Rückgang würde das 50%-Fibonacci-Retracement der Rallye von Mai bis Oktober bei 3.750 USD wieder ins Blickfeld rücken.
Darüber hinaus neigen die Momentumsignale weiterhin zugunsten der Bullen. Der Relative Strength Index (RSI) nähert sich 65, was impliziert, dass der Markt sich erhitzt, aber noch nicht überdehnt ist: Es gibt Raum für weiteres Upside, bevor die Bedingungen überkauft werden.
Gleichzeitig zeigt der Average Directional Index (ADX), der sich nahe 21 befindet, dass der Aufwärtstrend leise stärker wird, nicht als eine explosive Rallye, sondern als eine, die Schritt für Schritt an Schwung gewinnt. Werte in den niedrigen 20ern deuten normalerweise auf einen Trend hin, der aus einer Konsolidierungsphase herauskommt, die Art von stetigem Anstieg, die bestehen bleiben kann, anstatt schnell zu erlöschen.
Insgesamt zeigen die Indikatoren einen Markt mit Momentum zu seinen Gunsten und technischer Unterstützung in der Nähe, was derzeit einen konstruktiven Hintergrund zeigt.
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Was kommt als Nächstes?
Der kurzfristige Ausblick hängt weiterhin von der gleichen vertrauten Mischung ab: Kommunikation der Fed, die Gesundheit der US-Wirtschaft und die globale Stimmung. Wenn die Fed weiterhin entspannter über die Inflation klingt oder die Daten auf einen weicheren Arbeitsmarkt hindeuten, sollte Gold gut unterstützt bleiben.
Und solange die geopolitischen Spannungen nicht signifikant nachlassen, wird Gold keine neuen Dramen benötigen, um weiter zu steigen. Solange der US-Dollar Schwierigkeiten hat, Käufer anzuziehen, bleibt die Tendenz nach oben, wahrscheinlich eher ein stetiges Vorankommen als ein unkontrollierter Anstieg.
Insgesamt bleibt der Ton von Gold bullisch, ein Markt, der weiterhin eher auf höhere als auf niedrigere Werte ausgerichtet ist, mit viel Unterstützung unter der Oberfläche.
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